Freileitung Verband kündigt weitere Dialoge und „Runde Tische“ an

Die neue Masten sind kompakter  bei gleicher Wirtschaftlichkeit.
Die neue Masten sind kompakter  bei gleicher Wirtschaftlichkeit. © Foto: Verband
Reutlingen / swp 19.05.2017

Derzeit wird ein Ersatzneubau der rund 61 Kilometer langen 380-kV-Freileitung zwischen Reutlingen und Herbertingen geplant. Für dieses Projekt investiert der Übertragungsnetzbetreiber Amprion 85 Millionen Euro. Der Bau der insgesamt 180 neuen Masten ist für 2018 geplant, die Inbetriebnahme für 2019.

In diesem Zusammenhang hat der Bundesverband Kompaktleitung e.V. Kommunalpolitiker aus betroffenen Gemeinden über die Möglichkeit informiert, die Leitungen mit sogenannten „Kompaktmasten“ wesentlich natur- und landschaftsschonender als mit den herkömmlichen Stahlgittermasten zu realisieren. Zudem könnten mit diesen Vollwandmasten die Auswirkungen der Freileitung auf betroffene Anwohner durch elektrische und magnetische Felder deutlich reduziert werden. In vielen anderen europäischen Ländern sind diese Masten längst Standard. Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT realisiert in den Niederlanden gerade eine 80 Kilometer lange Freileitung mit solchen Masten.

Viele Bürgermeister zeigten sich im persönlichen Gespräch deswegen überrascht, dass Amprion bei seinen Dialogen diese Variante nie vorgestellt und offen diskutiert hat.

Der Bundesverband Kompaktleitung hat den Bürgermeistern deswegen zugesichert, eigene Bürgerdialoge und „Runde Tische“ zur Information der Kommunalpolitik und der betroffenen Bürgerinnen und Bürger anzubieten.

Der Bundesverband Kompaktleitung e.V. (BVK) wurde im Jahr 2015 gegründet und will Kompaktleitungstechnologien eine Stimme in der öffentlichen Debatte um den Ausbau der deutschen Stromnetze geben.

Ihm gehören unter anderem Masthersteller, Universitäten, Trassierungsfirmen, Kabelhersteller, Bauunternehmen, Architekten und Planer sowie Einzelpersonen an. Er finanziert sich aus den Beiträgen und Leistungen seiner Mitglieder.

Zum Verband

Vorsitzender des Verbandes Kompaktleitung ist Klaus Denzinger aus Wehr am Rhein. Denzinger war von 1973 bis 2002 nacheinander Bürgermeister der Gemeinde Lenzkirch und der Stadt Wehr. Der Diplom-Verwaltungswirt verfügt damit über langjährige Erfahrungen in der Kommunalpolitik und ist so der ideale Ansprechpartner für Kommunen, die von Stromtrassen betroffen sind. Im Bundesverband Kompaktleitung e.V. können Einzelpersonen, Unternehmen, Verbände sowie Behörden und Institutionen Mitglied werden.

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