Stellungnahme Ursprünge in der Zeit vor Amtsantritt?

„Missstände“ im Pfullinger Rathaus will der Bürgermeister „aktiv angehen“. 
„Missstände“ im Pfullinger Rathaus will der Bürgermeister „aktiv angehen“.  © Foto: Evelyn Rupprecht
swp 14.09.2017

In der Folge zitieren wir aus der Stellungnahme von Bürgermeister Michael Schrenk zur „Gemengelage“ in der Stadt: „Dass ich seit meinem Amtsantritt einige Stolperstellen vorgefunden habe, dürfte sich herumgesprochen haben. Nur so lässt sich die angeblich schlechte Stimmung in der Stadt begründen. Ich schätze das Problem in Pfullingen so ein, dass einige Gemeinderäte und vermutlich auch einige Mitarbeiter ein Problem damit haben, dass ich vorhandene Missstände tatsächlich aktiv angehe. Manchen Fraktionsvorsitzenden wäre es offensichtlich lieber, wenn der Bürgermeister etwas langsamer arbeiten würde oder auch mal alle Fünfe gerade sein lässt. In den letzten Wochen wurde ich zwei Mal in Gesprächsrunden dazu aufgefordert, bei Missständen doch eher einmal wegzuschauen. Genau das sollte von keinem Bürgermeister erwartet werden. Bei seinem Amtseid gelobt jeder Bürgermeister die Treue zur Verfassung, den Gehorsam gegenüber den Gesetzen und die gewissenhafte Erfüllung seiner Pflichten“. An einer anderen Stelle heißt es: „Seit Beginn meiner Amtszeit beschäftige ich mich mit Sachverhalten, die ihren Ursprung in der Zeit vor meinem Amtsantritt haben. Worüber wir sprechen: Da ging es gleich zu Beginn um die hohen Kosten für die Verabschiedungen meines Vorgängners. Im Bereich der Wirtschaftsförderung wurde einem Gebäudeeigentümer ein Darlehen gewährt.  Aufgrund unzureichender schriftlicher Regelungen bleibt die Stadt aus heutiger Sicht auf einem Großteil der Summe sitzen“. Schrenk spricht aber auch von „persönlichen Vorteilen, die sich einzelne Mitarbeiter verschafft haben“. Seit zwei Jahren arbeite man auch daran, die teils enorm hohen Stunden- und/oder Urlaubsüberhänge der Mitarbeiter in den Griff zu bekommen.