Pfullingen Unterwegs im alten Grenzland

Immer an der Werra lang ging es für die Pfullinger Eintracht-Radler in diesem Jahr. Foto: Privat
Immer an der Werra lang ging es für die Pfullinger Eintracht-Radler in diesem Jahr. Foto: Privat
SWP 05.10.2012
Die Radler des Männergesangvereins Eintracht Pfullingen waren kürzlich sechs Tage im Werratal zwischen Thüringen und Hessen unterwegs.

Von den Quellen im Thüringer Wald folgten die roten Radler dem 300 Kilometer langen Fluss bis zum Zusammenfluss mit der Fulda zur Weser beim niedersächsischen Hannoversch Münden.

Bei der Fahrt tauchten immer wieder Erinnerungen an die jüngere deutsche Geschichte auf, bildete die Werra doch bis zur Wende die innerdeutsche Grenze. Einige Gedenkstätten zeugen davon.

Die Teilnehmer starteten in Coburg und erreichten nach der Fahrt durch das fränkische Lautertal bei Eisfeld die Werra. Die Route am Oberlauf des Flusses zwischen Hildburghausen, Themar und der Theater- und Kulturstadt Meiningen verlief durch ziemlich hügliges Gelände, und die Radler hatten einige kräftige Steigungen zu bewältigen.

In Meiningen waren das ehemalige Residenzschloss und der englische Garten besonders sehenswert. Nach Bad Salzungen mit dem berühmten Keltenbad begann die Fahrt durch die Region der "Weißen Berge", dem Kaliabbaugebiet zwischen Philippsthal und Heringen. Riesige Abraumhalden prägen hier das Bild der Landschaft.

Von Hörschel am Rennsteig aus unternahmen die Radler einen Abstecher zur Wartburgstadt Eisenach. Der landschaftlich schönste Abschnitt der Tour führte durch den Werradurchbruch bei Creuzburg.

Den weiteren Verlauf der Strecke bewältigten die Radler locker. Auf neu angelegten, ebenen Wegen meist am Fluss entlang, durch Städte mit schönen, gepflegten Fachwerkhäusern machte das Radeln wirklich Spaß.

Dabei wechselte die Route oft von der thüringischen auf die hessische Seite. Besonders beeindruckend waren die Städte Treffurt, Wanfried und die hessische Kreisstadt Eschwege. Über die Werraschleife bei Lindwerra, die Kurstadt Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen kamen schließlich in Hann. Münden an. Von hier aus radelten die Teilnehmer noch an der Fulda entlang nach Kassel, wo sie die eindrucksvolle Tour beendeten und mit der Bahn entspannt die Heimreise antraten.