Tübingen/Reutlingen Unterlagen liegen ab Montag aus

Tübingen/Reutlingen / SWP 04.05.2016
Das RP Tübingen hat das Planfeststellungsverfahren für den 5. Planfeststellungsabschnitt (PFA 5) des Moduls 1 der Regional-Stadtbahn eingeleitet.

Gegenstand des PFA 5 sind die Haltepunkte Reutlingen-Storlach und Reutlingen- Bösmannsäcker an der Neckar-Alb-Bahn Strecke 4600 Metzingen - Tübingen. Die Planunterlagen liegen ab Montag, 9. Mai, bei der Stadt Reutlingen aus.

Mit dem Gesamtbauvorhaben Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (RSB) sollen die Städte Tübingen und Reutlingen umsteigefrei mit der Region verbunden werden. In den Innenstädten von Tübingen und Reutlingen ist der Neubau von Stadtbahnlinien als Straßenbahnen vorgesehen, die an den jeweiligen Bahnhöfen mit den bestehenden Eisenbahnstrecken verbunden werden sollen. Die Bestandsstrecken der Region werden elektrifiziert, um eine Durchbindung und Erhöhung der Taktfrequenz zu ermöglichen. In Tübingen und Reutlingen ist die Errichtung neuer Haltepunkte geplant. Das Modul 1 ist die erste Ausbaustufe des Gesamtbauvorhabens RSB und betrifft die Elektrifizierung und den Ausbau der Bestandsstrecken Ermstalbahn (Metzingen - Bad Urach) und Ammertalbahn (Tübingen-Herrenberg).

Der neue Haltepunkt Storlach liegt an der Straßenüberführung Siemensstraße und umfasst nach den Planungen zwei Außenbahnsteige jeweils mit einer Länge von 120 Meter und einer Breite von 2,50 Meter. Der Haltepunkt Bösmannsäcker liegt an der Straßenüberführung Bantlinstraße. Dort sind ein Außenbahnsteig und ein Mittelbahnsteig geplant, die ebenfalls jeweils 120 Meter lang und 2,50 Meter (Außenbahnsteig) beziehungsweise bis zu zirca 5,50 Meter (Mittelbahnsteig) breit sein sollen. Die Planungen umfassen auch jeweils barrierefreie Bahnsteigzugänge, die Errichtung beziehungsweise Anpassung der Oberleitungsanlage (Oberleitungen, Fundamente, Maste) sowie die notwendigen Folgemaßnahmen an bestehenden Bauwerken.

Für das Bauvorhaben, einschließlich landschaftspflegerischer Maßnahmen (wie Anpflanzungen von Bäumen) zur Vermeidung und Minderung sowie zur Kompensation unvermeidbarer Eingriffe in Natur und Landschaft, werden Grundstücke in der Stadt beansprucht.

Einwendungen gegen die Planung können schriftlich oder zur Niederschrift bis einschließlich 22. Juni erhoben werden. Einwendungen per E-Mail sind nicht möglich. Nähere Einzelheiten zum Auslegungsort und den Auslegungszeiten ergeben sich aus der Bekanntmachung der Stadt Reutlingen. Ab Montag sind die Unterlagen auch auf der Internetseite des Regierungspräsidiums unter Bekanntmachungen/Planfeststellungsverfahren zu finden.

Das Anhörungsverfahren zu den Planfeststellungsabschnitten 1 und 2, die die Elektrifizierung der Ermstalbahn zwischen Metzingen und Bad Urach mit Erstellung entsprechender Oberleitungsanlagen beinhalten, wurde mit dem Erörterungstermin am 13. April für diese Abschnitte abgeschlossen. Das RP hat eine weitere Prüfung der Themen Lärmschutz, barrierefreie Planung der Bahnsteigzugänge und elektromagnetische Verträglichkeit zugesagt. Das Anhörungsverfahren für die Planfeststellungsabschnitte 3 und 4, bei denen es um die Elektrifizierung der Ammertalbahn zwischen Tübingen und Herrenberg und zwei Ausbauabschnitten geht, ist beendet. Insgesamt sind 30 private Einwendungen und 26 Stellungsnahmen von Trägern öffentlicher Belange eingegangen, die zur Beantwortung an die Vorhabenträgerin weitergeleitet wurden. Zum Planfeststellungsabschnitt 6 liegen noch keine Anträge vor.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel