Reutlingen Ulrike Herzer geht in Zeiten des Umbruchs

Ulrike Herzer verlässt die BZN-Werkrealschule und geht in Ruhestand.
Ulrike Herzer verlässt die BZN-Werkrealschule und geht in Ruhestand. © Foto: Ewald Walker
Reutlingen / EWALD WALKER 18.07.2016

Es war ein Abschied, der in einer Zeit des Umbruchs zu Herzen ging. Ulrike Herzer wurde nach über 40 Dienstjahren und neun Jahren als Schulleiterin an der Werkrealschule im Bildungszentrum Nord mit einer von Schülern, Eltern, Kollegium und Verantwortlichen aus Stadt, Schulamt und Kirche sehr emotionalen Feier im BZN-Rundling verabschiedet.

„Sie tragen das Herzliche ja schon im Namen“, versuchte Bürgermeister Hahn die sehr beliebte Rektoren zu kennzeichnen. Hahn erinnerte an die jüngste Entscheidung, Werkrealschule und Realschule am BZN ab dem kommenden Schuljahr in eine Gemeinschaftsschule zu verschmelzen. „Unglaubliche Rückgänge der Schülerzahlen in den Hauptschulen und Werkrealschulen in Reutlingen von 1400 im Jahr 2008 auf 700 aktuell führten zu diesem Beschluss“, begründete Hahn noch die Zusammenführung der beiden Schularten.

Herzer war am Prozess der Konzeption für die neue Gemeinschaftsschule maßgeblich beteiligt. „Für uns wird es nicht einfach, ohne Ulrike Herzer weiterzumachen“, würdigte Claudia Reiner die Leistung der scheidenden Schulleiterin indirekt.

„Du warst ein Teamplayerin mit viel Feinfühligkeit und Mitgefühl“, kennzeichnete die stellvertretende Schulleiterin Susanne Patent Ulrike Herzer. Schulamtsdirektor Wolfgang Straub beschrieb sie als still und bescheiden. „Doch dahinter standen immer klare Ziele und Verbindlichkeit“, so Straub. Auch Schüler und Eltern bedachten ihre Schulleiterin mit viel Lob.

Musikalische und tänzerische Beiträge umrahmten die Feier, die von den beiden Schülersprechern Samir Berisha und Sergey Galliaardt gekonnt moderiert wurde. Lebendige Videobotschaften sogar aus Norwegen rundeten Herzers Abschied ab.