Reutlingen Über die Zukunft des Augustin-Bea-Hauses

Reutlingen / SWP 04.10.2012
Am Sonntag, 7. Oktober, 17 bis 19 Uhr, befasst sich ein Gemeindeforum im Augustin-Bea-Haus mit der Frage, wie es mit der Einrichtung weitergeht.

In der Aufbruchstimmung nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 bis1965) ist das Gemeindezentrum der katholischen Innenstadtgemeinde St.Wolfgang an der St.Wolfgang-Straße 1969 entstanden: das Augustin-Bea-Haus. Der Name hat einen ökumenischen, weltoffenen, einladenden Klang, er erinnert an Augustin Bea, den deutschen Kardinal, der das neue Sekretariat für die Einheit der Christen leitete und prägte.

Freilich stand am Anfang auch eine akute Dringlichkeit: die neu errichtete Freie Schule St.Wolfgang brauchte eine Unterkunft. Der Zuschnitt mancher Räume erinnert noch daran, ja sogar Wandtafeln, die aber auch ganz aktuell brauchbar sind, wenn das Caritaszentrum Deutsch-Kurse für Migranten veranstaltet. So wird schon deutlich - ein breites Spektrum von Nutzungen prägt den Alltag des Hauses: von Mitarbeiterrunden der Kirchengemeinde, ihren Gruppentreffs, von der Bibelarbeit bis zum Kirchenchor und Jugendgruppen, Gemeindefeste und -begegnungen, über die Angebote verschiedener überpfarrlicher Dienste, vom Bildungswerk bis zur Fortbildung für Erzieherinnen, bis zu den Projektwochen des Isolde-Kurz-Gymansiums und den Proben des Sängerkranzes.

Für das 43 Jahre alte Haus besteht Sanierungsbedarf; zudem entspricht die architektonische Struktur nicht mehr dem heutigen Bedarf. Besonders vermisst wird der familien- und behindertengerechte Zugang. So steht die Frage im Raum, ob das Haus mit Umgebung auf diese Bedarfe hin umgestaltet werden kann oder der heutige und künftige Bedarf eine andere Lösung verlangt?

Die Bebauung der bisher grünen Insel zwischen Kaiser-, Schul-, Bismarck- und St.Wolfgang-Straße, hinter dem Bea-Haus, hat in den vergangenen Jahren verschiedene Investoren zu Planungen bewegt, die immer auch die Kirchengemeinde veranlasste, sich ihrer langfristigen Perspektiven zu vergewissern.

Diese Fragen haben den Kirchengemeinderat lange Zeit beschäftigt. Bevor das Gremium im November eine Entscheidung trifft, möchte er zu den bisher erarbeiteten Alternativen mit den Gemeindemitgliedern und mit allen, die das Augustin-Bea-Haus interessiert und es nutzen, ins Gespräch kommen, Meinungen und Ratschläge einholen - beim Gemeindeforum am Sonntag, 17 bis 19 Uhr, im Bea-Haus.

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