Eningen TSV macht weiter mit Günter Neuhäuser

Die Geehrten (von links): Hans Greve, Heinz Werz, Walter Bückle, Herbert Eger, Helmut Braun, Rolf Schubert, Monika Röhm, Hermann Schmid, Susanne Stingel, Wilhelm Bock, Drazenka Vucetic, Margarete Weiss, Hans-Peter Nau und Sandra Kilgus mit Vorsitzendem Rainer Hawel. Foto: Klaus-Dieter Minke
Die Geehrten (von links): Hans Greve, Heinz Werz, Walter Bückle, Herbert Eger, Helmut Braun, Rolf Schubert, Monika Röhm, Hermann Schmid, Susanne Stingel, Wilhelm Bock, Drazenka Vucetic, Margarete Weiss, Hans-Peter Nau und Sandra Kilgus mit Vorsitzendem Rainer Hawel. Foto: Klaus-Dieter Minke
KLAUS-DIETER MINKE 30.03.2012
Bei der Hauptversammlung des Turn- und Sport-Vereins Eningen im Vereinsheim standen neben den Berichten auch Wahlen und Ehrungen auf der Tagesordnung. Breiten Raum nahm die Finanzlage des Vereins ein.

Erster Vorsitzender Günter Neuhäuser sprach als heikles Thema die Finanzen an. Enorm gestiegene Hallen- und Sportplatz-Benutzungsgebühren von 10 000 Euro auf nun rund 25 000 Euro, weitere 5000 Euro kamen durch die Nutzung an den Wochenenden hinzu, belasten den Verein erheblich.

Die Einnahmen bezeichnete Neuhäuser als relativ fix, wobei "hier kaum mehr machbar sei - irgendwann ist dann die Grenze der Belastbarkeit überschritten". "Was haben wir von den schönen Sportanlagen, wenn wir uns die Nutzung nicht mehr leisten können und sie deshalb leer stehen", fragte er in Richtung Gemeindeverwaltung. Dies umso mehr, da die Vereine insgesamt für die Achalmgemeinde mit ihren vielfältigen Veranstaltungen sehr wichtig seien - ob Dorffest, Weinfest oder sportliche und kulturell musikalische Darbietungen: "Ohne Vereine wäre in Eningen nichts los", betonte Neuhäuser.

Über den Neubau eines Vereinsheims im Arbachtal berichtete der Vorsitzende, dass der Vereinsrat dieses Vorhaben "auf Eis gelegt" habe. Als Sportverein habe man "nicht die Aufgabe, eine Gastronomie zur Verfügung zu stellen", dagegen sprechen die Investitionskosten und vor allem die gute Gastronomie im Ort. Mehrheitlich habe man sich für den Erhalt des Vereinsheims mit Sanierung ausgesprochen.

"In Summe sind wir nochmal mit einem blauen Auge davongekommen", meinte Finanzreferent Thomas Wagner. Es werde immer schwieriger, einen einigermaßen verlässlichen Wirtschaftsplan zu erstellen. Die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen seien rückläufig, ebenso die Spenden. Vor allem die Sportstättengebühren zwingen den Verein zu einem ganz anderen Denken. Man müsse sehen, ob und wie man das Sportangebot für die breite Bevölkerung künftig noch zu erschwinglichen Konditionen anbieten könne. Der TSV stehe vor einer großen strukturellen Herausforderung, denn alle Rücklagen seien jetzt aufgelöst "und einfach so wie seither weitermachen ist keine zukunftsorientierte Vereinspolitik".

Es gelte, langfristig Kosten zu reduzieren oder neue Einnahmequellen zu erschließen. Man müsse sich in diesem Jahr Gedanken machen und möglichst handeln, solange der Verein noch Mittel und Kraft habe, strukturell etwas zu ändern, waren Wagners mahnende Worte.

Die Mitgliederstatistik weist für das vergangene Jahr 156 Austritte und 131 Eintritte aus, die Mitgliederzahl sank von 1935 auf 1889.

Wiedergewählt als Vorsitzender neben Rainer Hawel wurde Günter Neuhäuser. Neuer Ehrungsreferent ist Julian Storz (für Alexander Beck) und neue Beisitzerin Geraldine Fischmann (für Silvia Maldonado). Kassenprüfer bleiben Eberhard Kopp und Dieter Stützel.

Dem Antrag von Frank Coenning, dass die Außenanlagen an der Günther-Zeller-Halle von den Leichtathletik-Gruppen auch in den Sommerferien genutzt werden können und sich der Vorstand bei der Gemeinde dafür einsetzen soll, wurde stattgegeben.