Reutlingen Toskana-Markt und Zeichnen mit Paolo Tesi

Das Programm mit Kulinarischem, Kunst und Kultur stellten vor (von links) Dr. Thomas Becker (VHS), Tanja Ulmer (StaRT), der Künstler Paolo Tesi sowie Andrea Staiger und Reinhold Preisendanz von der DIG. Foto: Jürgen Herdin
Das Programm mit Kulinarischem, Kunst und Kultur stellten vor (von links) Dr. Thomas Becker (VHS), Tanja Ulmer (StaRT), der Künstler Paolo Tesi sowie Andrea Staiger und Reinhold Preisendanz von der DIG. Foto: Jürgen Herdin
Reutlingen / JÜRGEN HERDIN 26.08.2013
Wildschweinsalami, Honig, Käse und Wein aus der Region Pistoia: Am 5. September öffnet der Toskanische Markt im Spitalhof. Schon ab dem 27. August gibt"s VHS-Zeichen-Workshops mit den Italienern.

Toskanisches Flair am Fuße der Achalm: Nur 30 Kilometer von Florenz entfernt liegt Pistoia, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit rund 89 000 Einwohnern. Vor über einem Jahrzehnt wurden Kontakte zu Reutlingen aufgebaut. Der Toskanische Markt ist bereits der neunte. Und nicht nur kulinarische Spezialitäten von 15 Direktvermarktern aus der Region zwischen Florenz und Pisa gibt es ab Donnerstag, 5. September bis zum Samstagabend gegen 19 Uhr.

An der Volkshochschule Reutlingen findet ab 27. August an fünf Nachmittagen wieder ein Zeichenworkshop mit Paolo Tesi statt, dem europaweit bekannten italienischen Maler und Grafiker aus Pistoia. Thema ist die menschliche Figur. "Paolos Frau ist Lehrerin, sie muss ab Anfang September wieder in der Schule sein - daher der frühe Termin", erläuterte Dr. Thomas Becker, der bei der VHS die Jugendkunstschule leitet und schon häufig Kontakte zu der norditalienischen Stadt hergestellt hat.

Am Freitag, 6. September, um 19 Uhr wird in der Galerie Gutekunst die Ausstellung "Giuseppe Gavazzi, Plastik - Alessandro Ciantelli, Malerei" eröffnet. Es folgt am Samstag ein Konzert. Am Freitag, 20. September, eröffnet die Skulpturen-Ausstellung "Jorio Vivarelli".

Tanja Ulmer vom Stadtmarketing StaRT freut das kulturelle und kulinarische Kolorit, das die Italiener in die Stadt bringen. Der Spitalhof sei eine gute Wahl, so Ulmer, denn "er ist der Platz mit dem meisten italienischen Flair in Reutlingen."

Bei der Präsentation des Programms am Freitag waren auch Andrea Staiger und Reinhold Preisendanz von der Deutsch-Italienischen Gesellschaft (DIG). "Da sind viele gewachsene Verbindungen, die von der DIG unterstützt werden", so Preisendanz. Das merke man, wenn es darum gehe, auf die Schnelle entweder in Italien oder in Deutschland Unterkünfte zu finden.

Zur Eröffnung am 5. September, 11 Uhr, wird auch der italienische Generalkonsul Francesco Catania aus Stuttgart kommen. Die italienischen Händler bieten ihre Waren schon ab 10 Uhr an.

Begonnen hatte die Liaison zwischen Pistoia und Reutlingen am "Stammtisch", der auch in der Stadt am Fluss Ombrone so heißt. Diese "Associazione Postoiese Italo Tedesca" ist neben StaRT offizieller Organisator des "mercado" im Schwabenland. Der "Stammtisch" ist in Pistoia längst zu einer festen Institution geworden. Offiziell pflegt Pistoia Partnerschaftsbeziehungen zum sächsischen Zittau.

2012 gab es erstmals einen Schüleraustausch mit dem Isolde-Kurz-Gymnasium (IKG). Seit acht Jahren wird dort Italienisch gelehrt. Die IKGler sind sie gerne wieder als Dolmetscher im Spitalhof dabei.

Im November wollen sich dann Direktvermarkter aus dem Kreis Reutlingen in Pistoia präsentieren. Doch nun sind erst einmal kulinarische Genüsse aus Norditalien angesagt. Dazu gehören neben edlem Olivenöl Gebäck, luftgetrockneter Schinken sowie Crostini, knuspriges Landbrot, das mit Tomaten und Olivenöl sowie Knoblauch veredelt wird. Pasta mit Tomaten sind im Angebot ebenso wie Ragout, leckere Wurstsorten, Bohnen, Wein und mehr. Auch Kunsthandwerker aus Pistoia sind mit von der Partie.

Drei Tage probieren, goutieren und einkaufen gehen auf dem Spitalhof - Künstlerworkshops und Ausstellungen bei der VHS
Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel