Tübingen SWT: Erfolgreiches Geschäftsjahr

Tübingen / SWP 29.07.2016
Die Stadtwerke Tübingen (SWT) konnten im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 22,4 Millionen – das sind fast elf Prozent – auf 224 Millionen Euro steigern.

Die SWT haben ihren Geschäftsabschluss für das Jahr 2015 vorgelegt und blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Mit einer Steigerung um 22,4 Mio., rund 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr, machte der Gesamtumsatz einen deutlichen Sprung nach oben und erreichte 224 Mio. Euro. Zum Haushalt der Universitätsstadt Tübingen trugen die Stadtwerke 14,4 Millionen Euro bei. Dank erfreulich hoher Steigerungen insbesondere im neuen Geschäftsfeld Bahnstrom, in welchem die SWT als einer der ersten Anbieter am Markt eine starke Position eingenommen haben, wurde die Umsatzerwartung um 21,7 Mio. gegenüber den Prognosen im Vorjahr übertroffen.

Das Geschäftsergebnis ging, beeinflusst durch schwierige Marktbedingungen und eine milde Witterungslage, um rund 9 Prozent auf 3,9 Mio. Euro zurück. Damit übertrafen die SWT allerdings das Planergebnis vor Ertragssteuern, welches 2014 mit 1,6 Millionen Euro angenommen worden war, deutlich. Einmalige Sondereffekte und Kosteneinsparungen trugen zu diesem positiven Ergebnis bei. SWT-Geschäftsfüher Ortwin Wiebecke: „Mit unserem Geschäftsabschluss können wir zufrieden sein. Die Stadtwerke Tübingen haben wieder solide gewirtschaftet, gezielt investiert und stehen auch 2015 trotz nicht einfacher Marktlage sowohl wirtschaftlich als auch am Energiemarkt gut da.“

Für das Geschäftsjahr 2015 trugen die SWT 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro) zum städtischen Haushalt bei. Diese setzen sich aus Gewerbesteuern, Konzessionsabgaben sowie Verlustübernahmen für Bäder (2,91 Mio. Euro, Vorjahr: 2,72 Mio. Euro), Parkhäuser (1,19 Mio. Euro, Vorjahr: 0,36 Mio. Euro) und Stadtverkehr (4,07 Mio. Euro, Vorjahr: 3,35 Mio. Euro) zusammen.

Die Energiewende in Deutschland kommunal vor Ort umzusetzen ist eines der großen strategischen Ziele der SWT. Das Geschäftsjahr 2015 zeigte sich geprägt von politischen Weichenstellungen im Energiemarkt, die erst kürzlich in der neuen EEG-Novelle ihr vorläufig nächstes Etappenziel erreichten. Um die SWT für die Herausforderungen der Energiewende aufzustellen, wurden 11,2 Mio. Euro 2015 in die Anteilserhöhung an der Tochtergesellschaft Ecowerk GmbH, die den SWT als Basis für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien dient. Durch die Anteilserhöhung konnten Anteile an drei Windparkgesellschaften mit insgesamt elf großen Windkraftanlagen realisiert werden. In Weikersheim-Nassau nahmen die swt ihren ersten eigenen Windpark in Baden-Württemberg in Betrieb. Damit verfolgen die SWT ihren Ausbaupfad konsequent weiter, um ihrem erklärten Ziel, bis 2020 die Hälfte des Tübinger Stromverbrauchs selbst aus Erneuerbaren Energien zu decken, näher zu kommen. Die gesamten SWT-Investitionen beliefen sich 2015 auf 23,8 Mio. Euro.