Reutlingen / Kathrin Kammerer  Uhr

Zum ersten Mal hat der Investor, die Schöller SI Immobilien GmbH, gestern die Türen geöffnet: Die lokale Presse durfte im Stuttgarter Tor ganz nach oben. Vom 16. Stock aus bietet sich ein herrlicher Blick über die ganze Umgebung. Markanter Fixpunkt in der Innenstadt: Die Marienkirche, das einzige Gebäude in Reutlingen, das noch höher ist, als das Stuttgarter Tor.

Stuttgarter Tor Reutlingen Wohnen und Arbeiten mit Premiumausblick

Baubeginn für das 45-Millionen-Projekt war im September 2017. Aktuell läuft schon der Innenausbau in den unteren Etagen, bald sollen die ersten Mieter einziehen. Was die Arbeit momentan noch etwas erschwert ist die Tatsache, dass nur ein Aufzug funktioniert. Umso wichtiger ist Samuel Labidis Aufgabe: Er koordiniert, wer nach oben und wer nach unten will, und fährt den ganzen Tag Arbeiter und Material, und nun auch die Presse.

Im 10. Stock macht Schöller-Pressesprecher Andreas Dominguez einen ersten Stopp: In der Wohnung, in die er die Presse führt, ist bereits der Boden verlegt, im Bad sind bereits das Klo, die Badewanne und das Waschbecken eingebaut. 28 Wohnungen entstehen hier, 21 davon sind schon verkauft. Die ersten Anfragen von potentiellen Käufern hatte Schöller schon Ende 2017, sagt Dominguez: „Da stand noch nicht mal der Bagger da.“ Allein über Mund-zu-Mund-Propaganda habe sich verbreitet, dass hier Wohnungen mit Premiumausblick entstehen. Über die Preise, die Schöller für die 80 bis 130 Quadratmeter großen Wohnungen verlangt, schweigt Pressesprecher Dominguez jedoch eisern.

Neben den 28 Wohnungen entstehen auch zehn Gewerbeeinheiten. Auch der Investor selbst will sich den Arbeitsplatz mit der guten Aussicht selbstverständlich nicht entgehen lassen: Die Etagen 8 und 9 werden von Schöller bezogen, verrät Dominguez. Ins Erdgeschoss zieht eine Steakhouse-Kette von Barfüßer-Inhaber Eberhard Riedmüller ein, es wird zudem eine Außenterrasse geben. Die drei Bereiche Wohnen, Arbeiten und Gastronomie sollen sich nicht gegenseitig beeinträchtigen, so zumindest das Konzept: Es wird separate Eingänge geben.

Einweihung in diesem Jahr

Das markante Hochhaus hat das Stadtbild verändert – deshalb gab es auch eine lange Diskussion um die Fassade, erinnert sich Pressesprecher Dominguez. Die besteht nun aus portugiesischem Kalksandstein. Wenn das Stuttgarter Tor noch in diesem Jahr eingeweiht wird, sind die Arbeiten in dieser Gegend aber noch lange nicht beendet.

Es geht gleich weiter: Über die Baugenehmigung für das geplante „Hotel am Stuttgarter Tor“ soll noch in diesem Jahr im Gemeinderat entschieden werden, der Baubeginn ist auf März 2020 geplant. Ein langjähriger Geschäftspartner von Schöller steht bereits als Pächter fest, heißt es von Seiten der Immobilienmakler. Auch die Nachfrage nach weiteren geplanten Bauprojekten im „Quartier Stuttgarter Tor“ sei hoch, so Dominguez. Er ist sich sicher: Wer in einigen Jahren mit dem Zug nach Reutlingen fährt, der wird das Quartier neben dem Bahnhof nicht mehr wiedererkennen.

Das könnte dich auch interessieren:

Und dann war sie einfach aus. Um 23 Uhr. Keine Musik mehr, dafür lange Gesichter bei den jungen Besuchern der „Langen Einkaufsnacht“ am letzten Juni-Wochenende. Echt jetzt?

45

Millionen Euro hat die Schöller SI Immobilien GmbH in das Stuttgarter Tor investiert. Die Fertigstellung des Gebäudes ist noch in diesem Jahr geplant. kam