Da sie den Wettkampf 2018 verloren haben, müssen sie das weit über die Tübinger Grenzen hinweg bekannte Stocherkahnrennen nun in diesem Jahr selbst ausrichten: der Verein Deutscher Studenten (VDST). Wer einmal dabei war, der weiß, dass dies eine Mammutaufgabe ist. Schon ab den frühen Morgenstunden besetzten die großen Stocherkahn-Fans die Wiesen auf der Neckarinsel und die Neckarmauer. Touristen aus Nah und Fern strömen nach Tübingen, um das Rennen zu sehen. In der Innenstadt ist stundenlang kaum noch ein Durchkommen möglich.

Der Gewinner bekommt ein Spanferkel und ein 50-Liter-Fass Bier

53 Kähne gehen in diesem Jahr an den Start, dem Sieger winkt wie immer ein Spanferkel und ein 50-Liter-Fass Bier. Der Verlierer zieht (neben der Ausrichtung des Rennens im Folgejahr) ein deutlich ekligeres Los: Die Kahnbesatzung muss Lebertran trinken. Das braungelbe Öl führt nicht selten dazu, dass sich die Verlierer erbrechen müssen.

Kostümparade startet um 13 Uhr

Um 13 Uhr, vor dem Start des Rennens, gibt es das erste Highlight des Tages: die obligatorische Kostümparade der Kahnbesatzungen auf dem Neckar. Um 14 Uhr startet dann das Rennen, wie immer bei der Freibadbrücke. Besonders am sogenannten Nadelöhr wird es beim Rennen immer wieder eng und wild: Die Kähne müssen um einen Pfeiler der Neckarbrücke navigieren und möglichst geschickt Zusammenstöße mit den anderen Gefährten vermeiden.

Damit sie genügend Zeit für die Organisation hatten, mussten die aktiven Mitglieder des VDST in diesem Jahr nicht selbst aufs Rennen trainieren: Sie schicken nämlich ihre „Alten Herren“, also alte Mitglieder der Verbindung, ins Rennen. Wie sich der VDST-Kahn schlägt, wer jubeln wird und wer den Lebertran trinken muss – das wird sich am Donnerstagmittag dann zeigen.

Wer nicht dabei sein kann, aber trotzdem einen kleinen Einblick haben will, der kann sich auf unserem Instagram-Kanal informieren, wir werden eine Story vor Ort machen: „swp.de_neckaralb“

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