Reutlingen Stadt investiert 2,8 Millionen

Bis 2015 wird die Stadt die Oskar-Kalbfell-Halle grundlegend sanieren. Die Arbeiten beginnen in den Pfingstferien. Foto: Marinko Belanov
Bis 2015 wird die Stadt die Oskar-Kalbfell-Halle grundlegend sanieren. Die Arbeiten beginnen in den Pfingstferien. Foto: Marinko Belanov
Reutlingen / RALPH BAUSINGER 07.03.2012
Der Gemeinderat hat gestern einstimmig den Grundsatzbeschluss für die Sanierung der Oskar-Kalbfell-Sporthalle gefasst. Das auf vier Jahre angelegte Projekt soll 2,8 Millionen Euro kosten.

. Mit dem Grundsatz gab der Rat auch die Mittel für den ersten Bauabschnitt in Höhe von 955 000 Euro frei. Finanziert wird dieser aus dem Topf Haushaltsmittel für Energieeinsparungen, zudem hofft die Stadt auf 285 000 Euro aus der Sportstättenbauförderung des Landes. Für die restlichen 1,845 Millionen Euro, die in den kommenden Jahren fällig werden, beschloss der Rat so genannte Verpflichtungsermächtigungen".

Eine undichte Decke, ein harter und unelastischer Boden, eine Gebäudetechnik, die in die Jahre gekommen ist: Alle Fraktionen unterstrichen die Notwendigkeit, die in den Jahren 1972/73 errichtete Halle zu sanieren. Marcellus Kolompar (Grüne) hob positiv die Dreifachverglasung der Fassade hervor, bedauerte aber auf der anderen Seite, dass auf dem Dach keine Solaranlage installiert werden könne. Zudem regte der Grünen-Rat an zu prüfen, ob die Kalbfellhalle nicht mit LED-Leuchten ausgestattet werden sollte. Für Helmut Treutlein (SPD) ist die Sanierung eine "tolle Sache".

Es sei unumstritten, dass man die Halle energetisch sanieren müsse, erklärte auch Gabriele Gaiser. Die CDU-Rätin forderte gestern erneut von der Verwaltung eine Gesamtliste über die Dringlichkeit der Sanierung städtischer Gebäude. Diese Liste befinde sich derzeit in der Schlussabstimmung, versicherte ihr OB Barbara Bosch.

Zwar lasse sich, so Dr. Peter Hörz, über die architektonische Qualität des eingeschossigen Bauwerks streiten, die RSÖ werde dennoch der energetischen Sanierung zustimmen, da ein Neubau nicht möglich sei. Jürgen Fuchs und die Freien Wähler stimmten dem Projekt, das dem Prinzip "Erhaltung vor Erneuerung" folge, ebenfalls zu. Zumal sich durch die Sanierung nicht nur die Heizkosten verringern, sondern die Stadt eine erhebliche Menge Kohlendioxid einspart, wie Baubürgemeisterin Ulrike Hotz betonte.

Die Sanierungsarbeiten werden immer mit dem Start der Pfingstferien beginnen und bis zum Ende der Sommerferien andauern. "Es wird Einschränkungen geben", sagte Uwe Weber, Leiter des Amtes für Schule, Jugend und Sport. Aber das Vorgehen sei mit Schulen und Vereinen abgestimmt. Diese hätten sich dafür ausgesprochen, lieber nach als während der Saison ohne Halle auskommen zu müssen.

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