Aktion Spiele und Leckereien unter schattigen Bäumen

Reutlingen / Von Jürgen Spieß 10.07.2017

Fünf Stunden Spiel und Spaß: So lautete am Sonntag das Motto, als der Stadtgarten wieder zur riesigen Spielwiese wurde. Von 12 bis 17 Uhr stieg das alle zwei Jahre ausgetragene Familienevent „Die Stadt spielt“. Insgesamt 55 deutsche und ausländische Vereine und an die 400 Ehrenamtliche waren beteiligt, um die große Mitmachveranstaltung zu realisieren. Trotz schwüler Temperaturen war der Zulauf enorm.

Inliner fahren, Kegeln oder Bungee-Running, Papierflugzeuge basteln, XXL-Brettspiele, Abfallvermeidungs-Quiz, Steinpuzzle, Teppich-Bowling, Baumklettern: Am Sonntag war in der Oststadt für Jüngere und Ältere einiges geboten. Weit mehr Vereine als vor zwei Jahren stellten sich und ihre Arbeit vor und boten Spiel- und Mitmach-Aktionen für die ganze Familie. Wer es spektakulär mochte, konnte sich in der Wasserwelt in die Fluten stürzen, auf einem schmalen Holzbrett übers Wasser balancieren oder als dick eingepackter Gladiator gegen einen anderen kämpfen.

Aber auch wer auf kreative Aktionen steht oder seine Kondition und seinen Gleichgewichtssinn testen wollte, kam an diesem Nachmittag nicht zu kurz. Die Veranstaltung fand zum vierten Mal und auf Wunsch der Veranstalter von Stadtjugendring, Evangelischem Stadtjugendwerk, Gerk, Türkischem Kultur- und Integrationsverein und von der Stadt Reutlingen wieder im Stadtgarten statt. Das grüne und lauschige Idyll eignet sich wegen seiner zentralen Lage wunderbar für eine solche Outdoor-Veranstaltung. Zudem ist genügend Platz für Essensstände, Mitmachparcours und eine große Bühne. Und vor allem bieten hier zahlreiche Bäume genug Schatten.

Diese Vorteile genossen schon am Vorabend gut 600 Musikbegeisterte, die das erstmals ausgetragene Openair-Benefiz-Festival unter dem Motto „Music 4 Humanity“ an selber Stelle besucht hatten. Hinter dem Musikfest unter freiem Himmel, bei dem das Beat-Ensemble der Musikschule, die Kulturwerkstatt-Trommelgruppe mit jungen Flüchtlingen, der Sänger und Songwriter Markus Vatter, die Band Mr. Five, Joe Vox & The Soulmates, Kashew und Vasee auftraten, steht der Verein „Drei Musketiere“, der Hilfe in türkischen Flüchtlingscamps leistet. Die Veranstalter haben den Anspruch, „ein Signal für eine offene und bunte Gesellschaft zu setzen“, so Musketier-Gründer Markus Brandstetter. Von den Gästen wurde der Appell offensichtlich erhört, denn die Veranstaltung war bestens besucht.

Doch zurück zur Sonntagsveranstaltung: „Spielen“, „Basteln“, „Sport“ sowie „Essen und Trinken“ hießen die vier Kategorien, in die die Angebote von „Die Stadt spielt“ eingeteilt waren. Damit sich die Besucher in dem bis auf den letzten Quadratmeter ausgenutzten Stadtgarten gut zurechtfinden konnten, waren alle Angebote auf einem übersichtlichen Flyer farblich hinterlegt. Den Veranstaltern ging es vor allem darum, kreative Freizeitangebote vorzustellen sowie Interessenten und Anbieter zusammenzubringen, wie Klaus Kupke von der Stadt am Rande der Veranstaltung erläuterte. Ein weiteres wichtiges Thema ist Integration und interkulturelle Zusammenarbeit.

Auch das Programm auf der Hauptbühne stand ganz im Zeichen der interkulturellen Zusammenarbeit. Neben griechischer Folklore und der brasilianischen Kampfkunst Capoeira fanden den ganzen Nachmittag über verschiedene Musik- und Tanzvorführungen aus verschiedenen Ländern statt.

400

Ehrenamtliche beteiligten sich an der alle zwei Jahre sttfindenden Veranstaltung „Die Stadt spielt“ im Stadtgarten. Auch diesmal war wiederum einiges geboten.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel