Das Systemhaus für Speicherlösungen mit Sitz in der Achalmstadt hat sich in den beiden vergangenen Jahren gut entwickelt. So stieg der Umsatz von 25 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011/12 über 27,2 Mio. Euro (2012/13) auf 29,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013/14, was einem Zuwachs von über 7,3 Prozent entspricht - "ein moderates, aber gesundes Wachstum", wie Sandro Walker ausführt. "Damit haben wir unser gesetztes Ziel mehr als erreicht", betont der Geschäftsführende Gesellschafter von Advanced Unibyte. Das Unternehmen stehe gut da, was sich auch am Eigenkapitalanteil ablesen lässt. Zwar steht die Zahl für das abgelaufene Geschäftsjahr noch nicht fest, Walker geht von einem Wert ähnlich wie im Geschäftsjahr 2012/2013 (35,9 Prozent) aus.

Das am 25. März 1994 gegründete Systemhaus, das überwiegend im süddeutschen Raum tätig ist, profitiert dabei von seiner breiten Aufstellung: Die drei Bereiche Öffentliche Hand, Industrie und Forschung/Lehrer steuern jeweils ein Drittel zum Umsatz bei. Eine immer wichtigere Rolle kommt dabei dem "Zugpferd" Dienstleistungen zu. Deren Anteil am Ertrag lag im Geschäftsjahr 2013/14 bei 44 Prozent.

Die eigenen Daten zu schützen, sei es gegen Spionage oder Verlust, spielt für immer mehr Unternehmen eine entscheidende Rolle. Als Grundlage aller Aktivitäten in den Betrieben müssen die Daten jederzeit und vor allem auch schnell zur Verfügung stehen. Kein Unternehmen kann oder will sich einen Stillstand in der Produktion oder einen Stopp von Forschung und Entwicklung erlauben. Daher setzen auch viele Advanced-Unibyte-Kunden auf die Sicherheit in der Cloud - eine Art "Risikolebensversicherung für Unternehmen" - deren technischen Systeme in einem ehemaligen Atombunker in Oberreichenbach im Schwarzwald untergebracht sind. Neben dem amerikanischen Hardware-Lieferanten Net-App gibt es Partnerschaften mit den beiden amerikanischen Unternehmen Cisco und Riverbed, das Produkte entwickelt und produziert, die den Transport von Datenpaketen über das so genannte Weltverkehrsnetz verbessern.

Advanced Unibyte will, wie Walker ausführt, seinen Wachstumskurs auch im seit 1. April laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. So strebt das Unternehmen ein Umsatzplus von 7,5 Prozent an - und damit den Sprung über die 30-Mio.-Euro-Marke. Zukäufe sind nicht geplant, das Systemhaus setze weiter, wie Walker sagt, auf ein organisches Wachstum. Die Gründung weiterer Niederlassungen - neben München - will Firmengründer Walker derzeit nicht ausschließen.

Auch die Zahl der Mitarbeiter hat zugelegt. Waren es im November noch 92 Beschäftigte, sind es jetzt 102. Ende des Jahres sollen es 112 sein. Derzeit bildet AU zehn junge Männer und Frauen zu IT-Systemkaufleuten und IT-Systemtechnikern aus. Die Auszubildenden werden in der Regel übernommen - für Advanced Unibyte ist das die beste Strategie, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Zudem kooperiert das Systemhaus eng mit den Hochschulen in Reutlingen und Augsburg, bietet Studierenden die Möglichkeit, ihre Bachelor- oder Masterarbeit bei Advanced Unibyte zu schreiben. "Unsere Mitarbeiter gibt es eben nicht fix und fertig am Markt", unterstreicht Walker.

Mittelfristig rechnet der Geschäftsführende Gesellschafter damit, dass sein Unternehmen rund 150 Mitarbeiter beschäftigen wird. Für diese wird der Platz im Birnenweg 15 nicht mehr reichen, zumal dort jetzt eine firmeneigene, rund 200 Quadratmeter große Kinderbetreuungseinrichtung in Kooperation mit dem Reutlinger Tagesmütterverein geöffnet hat. Sieben Kinder zwischen null und dreiJahren , von denen ein Elternteil bei AU arbeitet, sind bereits angemeldet.

20 Jahre Advanced Unibyte