Die Besucher aus Jordanien, die an einem Projekt zur gewaltfreien Erziehung, das die Berghof Foundation in Jordanien organisiert, teilnehmen, sind zur Zeit zum Erfahrungsaustausch in Tübingen und haben in diesem Zusammenhang auch einen Besuch an der Reutlinger Fachschule gemacht.

Die Evang. Fachschule für Sozialpädagogik Reutlingen kooperieren seit einigen Jahren mit der Berghof Foundation zu Themen der Friedenserziehung. In Kooperation mit der Foundation ist auch das friedenspädagogische Profil der vier evangelischen Fachschulen des Vereins Evang. Ausbildungsstätten entstanden.

Die Besucher aus Jordanien kamen mit Übersetzer Uli Jäger und Mitarbeiterinnen der Berghof Foundation mittags an die Fachschule und wurden im Speisesaal von Schulleiterin Gabriele Beier begrüßt. Gemeinsam mit der Schülerschaft wurde im Speisesaal der Fachschule zu Mittag gegessen. Rindergulasch, Pilzragout, Spätzle, Salat und Quarkspeise mit Beeren zum Nachtisch waren ein willkommener, wohlschmeckender Einstieg in den gemeinsamen Nachmittag.

Im Anschluss hospitierten die Besucherinnen und Besucher in vier Kleingruppen im Unterricht verschiedener Klassen. Dabei erhielten sie Einblicke in gestalterische, musikalisch/rhythmische und theoretische Unterrichtsinhalte.

Nach einer kurzen Führung durch das Schulgebäude erläuterte die Schulleiterin Beier in einer gemeinsamen Gesprächsrunde die Ausbildungsstruktur und gab einen Überblick zu wesentlichen Inhalten der Ausbildung.

In der Austauschrunde, an der neben Lehrerinnen aus dem Kollegium der Fachschule auch ein Schüler und eine Schülerin teilnahmen, wurde seitens der Besucher sehr interessiert nach Gründen für die Berufswahl - vor allem des anwesenden Schülers - nachgefragt; auch Aspekte zur Inklusion und deren Umsetzung in Einrichtungen und Schulen in Deutschland war ein Thema, das rege nachgefragt wurde.

Fazit des Nachmittags war, dass der Austausch beiderseits erlebnisreich und spannend war und ein großes Interesse an einer jordanisch-deutschen Kooperation eine wünschenswerte Perspektive wäre.

Neben den vielfältigen, alle Sinne ansprechenden Eindrücken, nahmen die Besucherinnen und Besucher last, but not least - auch noch voller Begeisterung das "Gespür für Regen" mit. Als sie auf den Bus warteten, der sie wieder abholen sollte, standen alle vor der Tür im Regen, und bekannten: "We have no rain in Jordanien - it's amazing!"