Auf der Suche nach vollen Babywindeln kontaktiert ein Mann in sozialen Netzwerken wie Facebook, junge Mütter, meist aus dem Reutlinger Stadtteil Orschel-Hagen.

Kontakt über Online-Gruppen

Es ist bekannt, dass der Mann seit Oktober 2018 mehrere Mütter, die gebrauchte Baby- und Kinderartikel über sozialen Netzwerke und Gruppen veräußerten, kontaktierte und konkret nach vollen Windeln fragte. „Ich wurde direkt angeschrieben, habe aber nicht geantwortet und ihn auch umgehend blockiert “, erklärt eine der Mütter.

Der Mann kontaktierte immer wieder Mütter und bot Geld für volle Babywindeln.
© Foto: Privat

100 Euro für großes und kleines Geschäft

Eine weitere Betroffene schreibt auf Facebook, dass der Mann (verwendet verschiedene Profilnamen im Netz) ihr ganz konkret 100 Euro, als Gegenleistung dafür geboten habe, dass Ihr Baby in eine Windel sein großes und kleines Geschäft verrichten solle.

Polizei: Mann ist psychisch auffällig, aber harmlos

Der Mann ist den Ordnungshütern in Reutlingen, durch das eine oder andere Bagatelldelikt, bereits bekannt. Allerdings schätzt die Polizei ihn als harmlos und nicht gewalttätig ein. „Er ist psychisch auffällig, aber nicht pervers - dennoch sind wir an ihm dran“, so die Pressestelle des Polizeipräsidiums Reutlingen.

Warum die Polizei nicht viel tun kann

Seit Oktober 2018 hat die Polizei mit dem Mann schon mehrfach eine Gefährderansprache durchgeführt. Mehr können die Beamten jedoch nicht tun: Die Suche nach vollen Windeln ist laut Staatsanwaltschaft keine Straftat. Betroffene sollen sich aber auch zukünftig, bei Anfragen dieser Art umgehend bei der Polizei melden.

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