Reutlingen Sonnentage an der Costa Blanca

Die Jos-Weiß-Schüler der Jahrgänge 1935/36 mit steinerner Dame und Gastgeber.
Die Jos-Weiß-Schüler der Jahrgänge 1935/36 mit steinerner Dame und Gastgeber. © Foto: Walter Buchert
Reutlingen / RALF OTT 01.07.2016
Die Abschlussklasse Möbus der Jahrgänge 1935/36 der Jos-Weiß-Schule reiste für eine Woche an die Costa Blanca und genoss dort Sonnentage.

Die Abschlussklasse Möbus derJahrgänge 1935/36 der Jos-Weiß-Schule reiste für eine Woche an die Costa Blanca. Im fünften und sechsten Nachkriegsschuljahr unterrichtete sie Lehrer Schmid, der spätere Rektor, der die Klasse mit 53 Buben prägte, was sich in der Unternehmungslust heute noch niederschlägt. Was lag näher als dem Klassensprecher Horst Walter zu folgen und ihn in seiner Wahlheimat Denia an der spanischen Costa Blanca zu besuchen.

Wenn man im 80. Lebensjahr steht, kann man nicht mehr erwarten, dass alle mitgehen wollen oder auch. können. Rein zahlenmäßig wurde das aber durch die Ehefrauen ausgeglichen. Fünf Sonnentage haben die Klassenausflügler gegen unser grausliches Heimatwetter eingetauscht.

Der Besichtigung des Deniaer Jachthafens folgte eine Einladung von Ilse und Horst Walter in deren „Ritterburg“. Die schwäbischen Besucher wurden mit einem spanischen Tapas-Essen bestens versorgt und wer wollte, nahm im Pool ein Erfrischungsbad. Mit dem Bähnle ging es hinauf zum Kastell, einer imposanten Anlage mit tollem Meerblick und Sicht auf das schon in der Maurenzeit blühende und später durch seine Rosinenausfuhr bedeutend gewordene Hafenstädtchen Denia. Es folgte ein Stadtspaziergang mit dem Besuch einer funktionierenden Markthalle. Wahrscheinlich gibt es dort schon rein wetterbedingt keinen Markt unter freiem Himmel.

Ein Tagesausflug führte über den Col de Rates ins gebirgische und zerklüftete Spanien zum Kastell de Guadelest, einem Rückzugsort der Mauren, als sie im zwölften Jahrhundert zurückgetrieben wurden. Irgendwo in den Bergen gab es dann ein Paellaessen bei einem Kriegsveteranen aus dem spanischen Bürgerkrieg. Ein bisschen Stimmung in Richtung Hemingways, „Wem die Stunde schlägt“ mit Jordan, Pilar, Pablo und der Brückensprengung kam auf. Nach Stadtbegehungen, Zeitvertreib am und im Hotelpool, Meeresbaden und Euro-Gucken blieb noch eine Fahrt mit einem laut tuckernden Wasserfahrzeug, um die herrliche Landschaft vom Meer aus zu besehn und natürlich bei strahlendem Sonnenschein. Es galt Abschied zu nehmen von einem tollen Hotel mit bester Verpflegung und bestem Service, ausgesucht vom Schulkameraden Joachim Harsch. „Wir wissen jetzt auch, warum es so viele Reutlinger dort hin zieht“, bilanziert Walter Buchert diesen tollen Ausflug.

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