Endlich, hat er sich gedacht. "Das Warten hat ein Ende." Als Frank Christoph Schnitzler, alias Mootisave, alias der Achalmritter und Reutlinger Gesamtkunstwerk, am vergangenen Samstag Fernsehen geschaut hat, da konnte er es kaum fassen: "Ich war ganz groß im Bild - in der Vorschau auf die nächste Sendung."

Auf voller Schirm-Breite war Schnitzler deshalb zu sehen, weil er "Supertalent" werden will - und RTL ihm die Gelegenheit dazu geben möchte. Oder etwas weniger euphorisch formuliert: Der Sender hat eine TV-Aufzeichnung mit dem singenden und tanzenden Mootisave gemacht, und die Jury um Dieter Bohlen wird entscheiden, ob der 45-Jährige weiterkommt - oder ob seine Karriere einen herben Rückschlag erleidet.

Das klitzekleine Problem, das Mootisave nach der Aufzeichnung seiner Mini-Show in diesem Sommer hatte: Er wusste nicht, wann sie ausgestrahlt wird. Seit Ende September, also seit dem Start der neuen Supertalent-Staffel, wartet Schnitzler nun allsamstaglich sehnlichst darauf. Jetzt, ist er sich sicher, ist es soweit. Diesmal wird er unter den Kandidaten sein.

Welches Schicksal ihm nun zuteil wird, das kann nicht nur er selbst sich am 8. November ab 20.15 Uhr ansehen - das können auch alle, die RTL einschalten. Dort wird Schnitzler - unterstützt von drei Damen des TSV Sondelfingen - seine Friedens-Botschaft verpackt in das Lied "Our future" rüberbringen. Was Public-viewing-mäßig auch in der Wirtschaft am Gartentor, im Rappen und im Billy Bobs zu bewundern sein wird.

Aber Achtung: Egal wie Bohlen und Co. sich entscheiden - für Mootisave steht fest: "Ich gebe nicht auf." Seine Karriere-Bestrebungen wird er nicht einstellen, auch wenn die Jury Schnitzlers Talent "übersehen" sollte.