Sie verstehen!

PETER U. BUSSMANN 15.07.2016

Die Zahl der ankommenden Flüchtlinge sinkt. Die erste große Herausforderung, diese Menschen vorläufig „irgendwie“ unterzubringen, scheint gelöst. Doch  die Suche geht weiter – nach bezahlbarem Wohnraum für die Anschlussunterbringung, nach Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Gerade bei beiden Letzteren ist die Bandbreite groß. Bei den jungen Menschen, die hier eine Perspektive suchen, reicht die Vorbildung vom Hochschulniveau bis zur Unkenntnis des lateinischen Alphabets, also de facto zum Analphabetismus.

Ohne Sprache keine Chance,  sind sich alle einig. Mit entsprechendem Einsatz bei Lehrenden und Lernenden sind rasch erstaunliche Resultate möglich. Doch im normalen Sprachunterricht in einem Jahr auf A2-Niveau zu kommen, finden Fachleute „ziemlich sportlich“.

Was die Menschen hier wirklich brauchen, ist Zeit, Geduld und Übung. Das kam auch im Feedback der Asylbewerber rüber, die auf einem guten Weg sind.. „Wenn ich hier bleiben will, muss ich in meine Zukunft investieren, muß ich Zeit investieren“, sagt ein Pakistani in gut verständlichem Deutsch. Er ist  Praktikant .in einem Autohaus und fängt dort demnächst eine Lehre an. 

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