Stuttgart/Reutlingen, Sehminderungen als Folge des Alters

SWP 17.02.2015
Mit klassischen Alterserkrankungen der Augen - grauer und grüner Star, Makuladegeneration - befasst sich das nächste Arzt-Patienten-Forum.

Welche Prävention und Therapien gibt es bei Augenerkrankungen? Diese und andere Fragen beantworten Fachärzte beim Arzt-Patienten-Forum am Montag, 2. März, 19.30 Uhr, im Haus der Volkshochschule, Saal, Spendhausstraße 6. Veranstalter ist die VHS Reutlingen in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg.

Die häufigsten Ursachen für eine Sehminderung im Alter sind der graue Star (Katarakt), die altersbedingte Makuladegeneration (trockene und feuchte AMD) und der grüne Star (Glaukom).

Beim grauen Star wird das Sehen aufgrund einer stetig fortschreitenden Eintrübung der Augenlinse allmählich schlechter. Durch eine sehr sichere und wenig belastende Operation mit Einsetzen einer künstlichen Linse kann die Sehfähigkeit in fast allen Fällen nachhaltig gebessert werden.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration (AMD) kommt es im Bereich der zentralen Netzhaut (Makula) infolge degenerativer Veränderungen zu einer Schädigung der Sinneszellen. Die Sehschärfe wird dadurch deutlich schlechter bis hin zu einem Verlust der Lesefähigkeit.

Seit einigen Jahren können bestimmte Formen der Erkrankung durch Eingabe spezieller Medikamente in das Auge gestoppt werden. Für eine wirkungsvolle Therapie ist die frühzeitige Erkennung der Erkrankung entscheidend.

Der grüne Star führt zu einer schleichenden Einschränkung des äußeren Gesichtsfeldes, die von den meisten Betroffenen über viele Jahre hinweg nicht bemerkt wird.

Da das Fortschreiten der Erkrankung durch Senkung des Augeninnendrucks mittels Augentropfen, Laserbehandlung oder Operation in vielen Fällen verlangsamt werden kann, ist auch hier die frühzeitige Erkennung der Erkrankung besonders wichtig. Hierzu ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung sinnvoll und empfehlenswert.

Der Referent erklärt die wesentlichen Augenerkrankungen des höheren Lebensalters und die verfügbaren Therapiemöglichkeiten. Es referiert Dr. med. Herwig Landenberger, Facharzt für Augenheilkunde, Metzingen. Die Moderation hat Dr. med. Günther Fuhrer, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Viszeralchirurgie, Proktologie, Chirotherapie, Phlebologie, der Vorsitzende der Kreisärzteschaft Reutlingen.