Pfullingen Schwacher Start, starker Endspurt

Sonne, Palmen, Wasser: An schönen Tagen kommt im Freibad schon mal Strand-Feeling auf. Foto: Evelyn Rupprecht
Sonne, Palmen, Wasser: An schönen Tagen kommt im Freibad schon mal Strand-Feeling auf. Foto: Evelyn Rupprecht
EVELYN RUPPRECHT 31.08.2013
In großen Schritten gehts im Pfullinger Freibad der 90 000-Besucher-Marke entgegen. Eine Zahl, die Schwimm-Meister Andreas Moll erstaunt - sahs im ersten Teil der Saison doch eher mau aus.

Über 88 000 Besucher sind bis zur Wochenmitte ins Schönbergbad gekommen. Schon heute könnte die 90 000er-Marke überschritten werden. Zahlen, von denen der Schwimm-Meister bis Mitte Juni nur träumen konnte. "Nachdem wir an Himmelfahrt das erste Mal geöffnet hatten, war ja gleich mehrere Wochen lang schlechtes Wetter", denkt Andreas Moll zurück. Nur die treuesten Stammgäste, die, die aus Prinzip bei jedem Wetter schwimmen gehen, sind da aufgetaucht. Da blieb Moll und seinen Kollegen viel Zeit, um sich ins neue Kassensystem einzuarbeiten.

Dann aber, am 18. Juni, ging für die Freibad-Belegschaft im wahrsten Sinne die Sonne auf. Das prächtige Wetter ließ die Besuchermassen strömen. 3806 Badegäste kamen, am nächsten Tag, dem 19. Juni, folgte der Saison-Rekord, der bis heute Gültigkeit hat: 3894 Menschen brachten so richtig Leben ins Schönbergbad.

Dass der Rekord nicht geknackt werden konnte, wundert Moll nicht. "Da wars das erste Mal richtig schön und der große Run hat eingesetzt. Im Juli, als es dauerhaft gut Wetter wurde, waren die Leute schon gesättigt." Weshalb Moll große Teile des Julis und viele Tage im August immer so um die 2000 Besucher pro Tag zählen konnte - was die Saison letztlich gerettet hat.

So sehr sich Moll über die vielen Badegäste bisher gefreut hat, so sehr musste er am 28. Juli schauen, dass auch alle schnell aus dem Wasser kommen. Es war der Sonntag, an dem gegen 17 Uhr der große Hagel einsetzte. Da habe man manche Schwimmer praktisch aus dem Becken schmeißen müssen. Das Unwetter hat dann zwar nichts Wesentliches in dem Bad zerstört, aber aufzuräumen gabs an dem Abend und am nächsten Tag mehr als genug. Jetzt hofft Moll, dass die nächsten Wochen bis Mitte September ruhig verlaufen - aber eben auch nicht zu ruhig. Ein paar Badegäste dürfens schon noch sein - dann erreichen die Pfullinger vielleicht ihren Saisonrekord aus dem Jahr 2009, als über 95 000 Besucher da waren.