Pliezhausen Schon jetzt sind fast alle Plätze weg

Die Mitarbeiter und Leiterin Beate Oehring (mit Schal) stellen das Haus vor.
Die Mitarbeiter und Leiterin Beate Oehring (mit Schal) stellen das Haus vor.
Pliezhausen / ANN-KATHRIN GUGEL 09.03.2012
Mehr als ein halbes Jahr nach der Eröffnung des Kinderhorts in Pliezhausen haben Leiterin Beate Oehring und Bürgermeister Christof Dold, Bilanz gezogen. Sie sind mehr als zufrieden mit der Entwicklung.

Mit einer Informationsveranstaltung wurde am vergangenen Dienstag anschaulich gemacht, wie viel Leben mittlerweile im Kinderhort steckt. Mit reichlicher Unterstützung der Gemeinde Pliezhausen und mit großem Engagement der 14 Mitarbeiter konnte sich der Kinderhort prächtig entwickeln. Schon jetzt sind fast alle Plätze vergeben, das Konzept geht auf. "Der Grundgedanke im Hort war, optimale Rahmenbedingungen für die Kinder zu schaffen, vor allem auch mit Blick auf eine Vollbelegung", erklärt Bürgermeister Christof Dold, der das Projekt von Beginn an begleitete. Ein Kinderhaus für Ein- bis Dreijährige mit einer Ganztagesbetreuung war Neuland für alle Beteiligten, aber die Rückmeldungen sind durchweg positiv. "Akzeptanz und Nachfrage sind gegeben", so Christof Dold.

Das ökologisch gebaute Niedrigenergiehaus ist in vier Gruppen gegliedert, zwei Gruppen kümmern sich um die Ganztagesbetreuung von sieben bis 17 Uhr, die anderen zwei Gruppen für die Betreuung von sieben bis 14 Uhr. Alle Gruppen haben ihren eigenen Bereich, in dem es einen Esstisch gibt, Plätze zum Spielen und zum Lernen und einen Extraraum zum Schlafen. In den ersten Wochen, der Eingewöhnungszeit, verbringen die Kleinen die meiste Zeit in ihrem Raum, bis eine gewisse Sicherheit vorhanden ist und sie sich an die Erzieherinnen gewöhnt haben. Danach freuen sie sich, wenn es auch mal gruppenübergreifende Aktionen oder Spiele gibt. Sehr viel Spaß bereitet den Kindern auch der Kreativbereich, in dem sie mit verschiedenen Materialien experimentieren und Neues erforschen können. Tonen, mit Fingerfarben malen oder verschiedene Projekte, wie eine Kugelbahn bauen, sind ganz besondere Erlebnisse. Doch die unterschiedlichen Altersgruppen machen sich auch bemerkbar, die einjährigen Kinder benötigen eine intensivere Betreuung als die etwas älteren Kinder. Inzwischen sind über die Hälfte der 38 Kinder unter zwei Jahren alt.

Wichtige Bausteine für die Arbeit sind unter anderem die Rituale im Tagesablauf, wie das gemeinsame Essen oder der Mittagsschlaf und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen den Erzieherinnen und den Kindern.

Auch für die Eltern gibt es spezielle Angebote, die elternbegleitete Eingewöhnung ist sowohl für die Kleinen als auch für ihre Eltern ein wichtiger Schritt um den Kinderhort besser kennenzulernen.

Zuversichtlich zeigt Beate Oehring, frei gestellte Leiterin, anhand vieler verschiedener Bilder und Videos, wie "das Leben mittlerweile im Kinderhort tobt".

Ob beim Morgenkreis, bei den verschiedenen Mahlzeiten oder bei Entdeckungsreisen auf dem Bauhof, einer Baustelle oder im Schnee, den Kindern gefällt es in der Baumsatzstraße.

Für Christof Dold ist klar: Mit diesem Kinderhort haben wir Maßstäbe gesetzt, für uns und für die Zukunft. Der gute Start zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel