Nachdem auch die Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag für die rund 140 Beschäftigten bei der Romina Mineralbrunnen GmbH in Reutlingen ergebnislos vertagt wurden, hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) die Beschäftigten zum Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung am Donnerstag, 1. Juli, soll den Forderungen Nachdruck verleihen.

Romina Mineralbrunnen: „Es geht um Rechtssicherheit für unsere Mitglieder“

„Wir lassen uns nicht hinhalten“, so Karin Brugger, Geschäftsführerin der NGG-Region Ulm-Aalen/Göppingen. „Wir wollen nichts anderes als die Anerkennung der Tarifverträge, die in anderen Mineralwasserbetrieben und den größten Wettbewerbern in Baden-Württemberg längst üblich sind. Es geht um Rechtssicherheit für unsere Mitglieder“ begründet Brugger die Forderung. „Dies ist umso unverständlicher, als die Geschäftsleitung der Romina Mineralbrunnen in der Vergangenheit immer wieder behauptet habe, man würde sich an die Tarifverträge halten. Dagegen soll die rechtsichere Vereinbarung der Tarifverträge nun dem Unternehmen Tausende Euro kosten“, betont Brugger.

Verhandlungen werden am 9. Juli in Reutlingen fortgesetzt

Diese Argumentation des Arbeitgebers zeige doch deutlich, dass hier etwas nicht stimme. Entweder hat Romina es in der Vergangenheit mit der Einhaltung der Tarifverträge nicht so genau genommen und die Belegschaft in der Vergangenheit durch Nasenprämien ruhig gestellt, schlussfolgert die NGG-Geschäftsführerin. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Romina Mineralbrunnen GmbH – eine Tochter der bayrischen Frankenbrunnen GmbH – offen halten will, welche tarifvertraglichen Bestimmungen der baden-württembergischen Mineralbrunnenindustrie sie anwenden will und welche nicht.
Natürlich würden Tarifverträge nicht vom Himmel fallen. Allerdings ist sich die Gewerkschafterin sicher, dass die Beschäftigten in der Lage sind, für ihre Tarifverträge zu kämpfen. Die Verhandlungen werden mit den Arbeitgebern am 9. Juli in Reutlingen fortgesetzt.