Reutlingen Roland Gebauer löst Jörg Barthel ab

Wechsel an der Theologischen Hochschule Reutlingen (von links): Prof. Dr. Jörg Barthel, Prof. Dr. Roland Gebauer, Bischöfin Rosemarie Wenner, Prof. Dr. Michael Nausner, Bischof Patrick Streiff und Pfarrer Markus Bach. Foto: THR
Wechsel an der Theologischen Hochschule Reutlingen (von links): Prof. Dr. Jörg Barthel, Prof. Dr. Roland Gebauer, Bischöfin Rosemarie Wenner, Prof. Dr. Michael Nausner, Bischof Patrick Streiff und Pfarrer Markus Bach. Foto: THR
Reutlingen / SWP 06.11.2013
Viele Gäste aus Wissenschaft, Kirche und Öffentlichkeit waren zum Festakt bei der Neubesetzung des Rektorats der Theologischen Hochschule Reutlingen der Evangelisch-methodistische Kirche gekommen.

Der bisherige Rektor Prof. Dr. Jörg Barthel wurde unter Worten von Dank und Anerkennung verabschiedet, der neue Rektor Prof. Dr. Roland Gebauer öffentlich in sein neues Amt eingeführt, das er bereits am 1. Oktober angetreten hat, heißt es in einer Mitteilung. Die große Zahl der Gäste sei als Zeichen der Verbundenheit mit den Personen, mit der Hochschule und ihrem Träger, der Evangelisch-methodistischen Kirche, zu betrachten, so deren Bischöfin Rosemarie Wenner in ihrem Grußwort. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Pfarrer Bach aus der Schweiz, brachte die hohe Anerkennung zum Ausdruck, die sich Barthel in seiner sechsjährigen Rektoratszeit unter vielem anderen durch gelungene Akkreditierungen der Institution und der Studiengänge erworben hat. Barthel selbst blickte mit Dankbarkeit auf sein Rektorat zurück und nannte als Adressaten des Dankes ausdrücklich Studierende, Kollegium und Kirche. Er wird als Alttestamentler weiter an der Hochschule tätig sein.

Prof. Dr. Roland Gebauer und Prof. Dr. Michael Nausner wurden vom Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Pfarrer Bach, von Bischöfin Rosemarie Wenner (Deutschland) und Bischof Dr. Patrick Streiff (Mittel- und Südeuropa) in ihre neuen Ämter als Rektor und Prorektor eingesetzt. Gebauer dankte für das in ihn gesetzte Vertrauen.

In einem kurzen Redebeitrag vertrat Bischof Streiff die Auffassung: Wenn es die Hochschule nicht gäbe, dann müsste man sie gründen - mit dem Mut und der Weitsicht der Vorväter des 19. Jahrhunderts, die auch bei der baulichen Erweiterung ab 1990 und bei der staatlichen Anerkennung ab 2000 sichtbar geworden sei. Streiff regte den Ausbau von berufsbegleitenden und teilzeitlichen Studiengängen an.

Der Reutlinger Prälat Prof. Dr. Christian Rose zeigte sich beeindruckt vom Beziehungsreichtum der Hochschule und der hinter ihr stehenden Kirche. Er müsse einfach sagen: "Bleiben Sie, wie Sie sind - offen für Menschen."

Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz dankte ganz allgemein für die Bereicherung der Bürgergesellschaft durch die Hochschule und speziell für die exquisite Musik des Festaktes, die von Christof Schmidt (Posaune) und Christof Voigt (Klavier) beigetragen wurde.

Prof. Dr. Hans-Joachim Eckstein von der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen überbrachte im Namen der ganzen Fakultät und ihres Dekans Grüße. Er gab zu, dass die Universitätstheologie auf die Existenz kirchlicher Fachhochschulen zunächst mit einer gewissen Überraschtheit und Zurückhaltung reagiert habe, sagte aber zu, dass die Theologische Hochschule Reutlingen in Zukunft mehr Freude mit ihr haben werde - zum Beispiel beim Studentenaustausch.

Für die freikirchlichen Partner-Institutionen sprach Prof. Dr. Volker Spangenberg, Rektor des Theologischen Seminars der Baptisten. Er betonte die gute und bewährte Kollegialität zwischen den Hochschulen. Auch zwei Studierende fanden treffende Worte für den scheidenden und den neuen Rektor.

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