Pfullingen Riesenfete bis in die Puppen

Dreiviertel Elf vor der Gaststätte Spittel – bei immer noch ordentlichen 25 Grad und vollen Bänken.
Dreiviertel Elf vor der Gaststätte Spittel – bei immer noch ordentlichen 25 Grad und vollen Bänken. © Foto: Jürgen Herdin
Pfullingen / JÜRGEN HERDIN 12.07.2016
Neun Lokalitäten, Live-Musik und Tanz: Die Sommernacht in den Straßen ließ Auswärtige am Samstag vermuten, hier sei ein großes Stadtfest im Gange.

Es war angerichtet, die Partygänger strömten zuhauf: Die „Pfullinger Sommernacht“, auch „KneipenKultTour“ genannt, entwickelte sich am Samstagabend zum Publikumsmagneten. Dies sicherlich auch deshalb, weil beim großen „KuRt-Festival“ in Reutlingen viele Leute wegen Überfüllung nicht mehr eingelassen wurden.

Gut gefüllt waren auch in Pfullingen die Straßen und Gassen, aber es herrschte kein unangenehmes Gedränge. Die Sommernacht konnte mit der klimatischen Qualität „tropische Temperaturen“ aufwarten, und die neun teilnehmenden Lokalitäten sorgten für kulinarische Schmankerln, für bunte Cocktails und oft auch für Live-Bands.

Vor dem „Spittel“ steppte der Bär, Jung und Alt  tanzten zu der Musik des „P.O.P“-Trios „(Passion of Party“) aus Albstadt. Bei gecoverten Welt-Hits wie „Summer of 69“ hielt es die Besucher nicht mehr auf den Bänken. Auch kamen viele von ihnen aus dem nahtlos anschließenden „Südtiroler“. Der hatte würziges Speckbrettl und Weine im Angebot. Wie gehabt: Wer im Dirndl oder in der Lederhose kam, erhielt einen „Willi mit Birne“ umsonst.

Tradition ist halt Tradition: Wer kann sich bei „Rosenkranz“ am Lindenplatz noch eine Sommernacht ohne ihre „Pfullinger Haus-Band“ vorstellen? Eben: Erneut legten „Just 4 Fun“ los. Bereits vor 20 Uhr, da schien die sommerliche Sonne noch,  hatten der Gastwirt und Koch Bernd Rosenkranz samt  Team volles Haus.

Und die tropische Wärme sorgte sogar für Leibesübungen – das Publikum zog von Kneipe zu Kneipe zu Fuß. Obwohl ja erneut der von den Veranstaltern gecharterten Shuttle-Bus zur Verfügung stand. Der war für die Nachtschwärmer wie immer kostenlos. Die Fahrerin, sie wartet mit ihrem Bussle gerade vor Spittel und Südtiroler, zuckt mit den Schultern und stellt lakonisch fest: „Nö, ich hab’ heute kaum Gäste. Und wenn, dann wollen die hinauf zum Jahnhaus“. in der Tat liegt das etwas außerhalb der Kneipenroute.

Auch in der Höhengaststätte saßen die Menschen draußen, und es war ein wenig luftiger als im Talkessel. Mit dabei waren auch die Italiener „Da Maria“ und „Da Gaetano“,  die Marktschenke und da benachbarte „Käsekult“ – nicht zu vergessen das „Papagallos“ am Laiblinsplatz mit Live-Musik und seiner Riesenauswahl an Speiseeis. Sirtaki gab’s obendrauf, ebenso auch Ouzo, auf Kosten des Hauses. Denn auch im Papagallos war der Wirt vom Publikumsandrang begeistert.