Es waren sonnige und musikalische Tage beim KuRT-Festival in Reutlingen. Dieses Jahr wurde das Festival bereits zum 13. Mal von Jugendlichen ehrenamtlich geplant und veranstaltet. Tausende Zuschauer kamen um Motrip und Alias, Lary und viele andere Musiker zu sehen. Das Festival zog dieses Jahr vom Bürgerpark auf den Bösmannsäcker um, um noch mehr Gäste und Musiker zu empfangen, wie in den Jahren zuvor. Außerdem gab es in diesem Jahr zum ersten Mal zwei Bühnen, auf denen die Musiker auftreten konnten. Eine kleinere Bühne und eine größere, auf der die Haupt-Acts auftraten. Auf dem Festival begeisterten insgesamt 17 Bands das Publikum.

Gute Stimmung auf dem KuRT-Festival

KuRT-Festival Gute Stimmung auf dem KuRT-Festival

Am Donnerstagabend öffnete das Festival bereits bei einem alljährlichen Poetry Slam seine Türen. Verschiedene Teilnehmer präsentierten ihre selbstgeschriebenen Texte und läuteten den Start des Festivals ein. Ab 16 Uhr ging es dann am Freitagmittag auf dem Bösmannsäcker weiter: Die Römersteiner Band „Double UD 40“ eröffnete den ersten Festivaltag mit Pop-Punk. Damit heizten die fünf Jungs den Zuschauern kräftig ein. Nach ihrem Auftritt wurde die Band auf der Hauptbühne von dem Reutlinger Trio „Darvane“ abgelöst. Sie überzeugten das Publikum mit Indie-Rock und belebten Drummbeats, gefühlvollen Gitarrenriffs und Einflüssen der Band „Red Hot Chilli Peppers“.

Die nächste Band „BRETT“ reiste extra für das KuRT-Festival aus Hamburg an. Mit ihrem Auftritt füllte sich auch der Platz immer weiter. Nach ihrem deutschsprachigen Repertoire trat vor den Headliner-Bands noch „KMPFSPRT“ auf. Auf der Nebenbühne spielten währen der Umbaupausen „Mirage in Collapse“, „Zippo kennt’s“, „Tune Circus“, „Bananachiks“, sowie „Piola“. Die Bands begeisterten durch ihre unterschiedlichen Musikstile, die starke Bühnenpräsenz und die außergewöhnliche Performance.

Ab 21:20 Uhr spielten die ersten Headliner-Musiker: „Emil Bulls“. Die Alternative-Rockband aus München wurde bereits von vielen Zuschauern erwartet. Die fünfköpfige Band hat einen unverkennbaren Stil, der sich aus aggressivem Wahnsinn und sanfter Melancholie zusammensetzt. Die Band „Callejon“ schloss dann den Abend. Die deutsche Metalcore-Band spielte unter anderem im letzten Jahr bei „Rock am Ring“ am Nürburgring.

Buntes Programm auch am Samstag

Am Samstag startete das Festival um 16:15 Uhr. Dieses Mal mit dem Rapper „Vladsta“ aus Ulm. Er macht amerikanischen Rap gemischt mit heißen Beats. Der Schwaikheimer Rapper „Kito“ löste „Vladsta“ nach seinem Auftritt auf der Hauptbühne ab. Der 24-Jährige begeisterte das Publikum mit seinem amerikanischen Hip-Hop-Stil, seinen knalligen Beats und gesungenen Autotune-Parts. Mit dem Auftritt des Berliner Musikers „Sero“ und des Duos „Tiavo“ füllte sich auch am Nachmittag langsam wieder der Festplatz. Auf der Nebenbühne fand am Samstag ein Rap-Battle statt. Rapper aus der Region kämpften um den Sieg als bester Musiker. Das Publikum entschied durch die Lautstärke des Applaus, wer als Gewinner nach Hause gehen durfte.

Viele Besucher fieberten außerdem dem Auftritt vom Headliner-Deutschrap-Duo „Motrip“ und „Ali As“ entgegen. Dem kamen sie beim Auftritt der Berliner Musikerin „Lary“ näher. „Motrip“ kam überraschend bei einem Song auf die Bühne und sang diesen kurzerhand zusammen mit der Sängerin zu Ende. „Lary“ erzählt in ihren Lieder Geschichten über Lebenslust aber auch über Liebe und Trauer. Sie schreibt ihre Lieder und produziert diese auch selbst. In „So wie du bist“, einem der bekanntesten Songs von „Motrip“ singt auch die Sängerin mit. Nach „Larys“ Auftritt stürmen „Motrip“ und „Ali As“ die Bühne. Beide Solokünstler haben in der Vergangenheit bereits einige Titel in den Charts platziert. Im Jahr 2018 produzierten sie ein Album zusammen und treten seither öfter gemeinsam auf. So auch beim KuRT. „Motrip“ war bereits im Jahr 2014 auf dem Festival zu Gast, damals trat er allerdings alleine auf. Das Deutsch-Rap-Duo verabschiedete sich nach ihrem Auftritt unter tosendem Applaus.

Wie in jedem Jahr war das Festival in Reutlingen bei ausgezeichnetem Open-Air-Wetter wieder ein voller Erfolg. Mittags blieb das große Publikum zwar aus, aber abends füllten zahlreiche Besucher den Festplatz. Die Helfer zeigten sich stolz, auf das was sie zusammen auf die Beine gestellt haben und dass alles reibungslos geklappt hat.

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