Reutlingen Reumann: Mehr Realismus bei der Regionalstadtbahn

Reutlingen / PET 12.05.2016
Vor Aufgeregtheiten warnte gestern im Kreistag Landrat Thomas Reumann und widersprach damit allen Forderungen, umgehend den Antrag auf Mittel aus dem Bundes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) für das Modul 1 der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, dem stadtbahngleichen Ausbau von Neckartal-,...

Vor Aufgeregtheiten warnte gestern im Kreistag Landrat Thomas Reumann und widersprach damit allen Forderungen, umgehend den Antrag auf Mittel aus dem Bundes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) für das Modul 1 der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, dem stadtbahngleichen Ausbau von Neckartal-, Ammertal- und Ermstalbahn mit zusätzlichen Haltepunkten, zu stellen. "Ein Schuss Realismus täte uns gut in dieser Sache", sagte er und erläuterte den zeitlichen Ablauf des Planfeststellungsverfahrens.

Für die mit der Planung beauftragte Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) steht fest, dass der Antrag auf GVFG-Förderung erst gestellt werden könne, wenn für alle sechs Planungsabschnitte die Erörterungstermine mit dem Regierungspräsidium abgeschlossen sind.

Die Abschnitte 1 und 2, die Ermstalbahn samt Bahnhof Metzingen, wurden bereits im April erörtert. Im Juni steht die Erörterung der Ammertalbahn (Abschnitt 3 und 4) an. Beim Abschnitt 5 (Haltepunkte Storlach und Bösmannsäcker auf der Neckartalbahn) ist die Erörterung für Juli geplant, für Abschnitt 6 (Neckartalbahn mit den Tübinger Haltepunkten Güterbahnhof und Neckaraue) ist Erörterungstermin Ende Oktober. Der Bescheid des Regierungspräsidiums könnte, so Reumann, im Januar vorliegen.

Weil im Herbst auch möglicherweise über die Fortschreibung des GVFG entschieden ist, ist für Reumann die Oktobersitzung des Kreistags der ideal, um über die Gesamtfinanzierung zu debattieren. Ende November könnte man dann den GVFG-Antrag stellen. In einem Jahr ließen sich die Bauleistungen vergeben und bis 2019 wäre Modul 1 dann komplett bewältigt.

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