In allerletzter Sekunde, so die Nachricht des in Reutlingen lebenden Journalisten an den Oberbürgermeister, sei es ihm mit der Aktion "Kabulluftbrücke" gelungen, afghanische Ortskräfte aus Kabul ausfliegen zu lassen, darunter auch alle Mitarbeiter der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit", die Familie seines Übersetzers sowie die Familie eines weiteren Mitarbeiters, der vor wenigen Wochen von den Taliban erschossen worden sei.
Insgesamt 25 Menschen, die meisten davon kleinere Kinder, seien nun auf dem Weg zur Militärbasis Ramstein. Die Aufnahme nach Paragraph 22, Absatz 2, des Aufenthaltsgesetzes, also eine Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen oder dringenden humanitären Gründen, sei vom Auswärtigen Amt bereits zugesichert.

Unterbringung der 25 Personen in einer Gemeinschaftsunterkunft geplant

Der Kreis, der für die vorläufige Unterbringung zuständig und somit grundsätzlich erste Anlaufstelle für neu angekommene Flüchtlinge ist, nimmt die Ortskräfte formal auf, damit sie nahtlos in die sogenannte Anschlussunterbringung wechseln können, die wiederum in die Verantwortung der Stadt fällt. Wo die geflüchteten Mitarbeiter deutscher Medien und ihre Angehörigen unterkommen, steht auch schon fest: Vorläufige neue Heimat wird eine Gemeinschaftsunterkunft in einem Stadtbezirk.