Eningen Renngässler verärgert: Infos fehlen

Eningen / ANE 17.10.2014

Die jüngste öffentliche Gemeinderatssitzung sah ungewöhnlich viele und hartnäckige Besucher. Anwohner des Rennengässle Richtung Obtal beklagten sich vehement über fehlende Informationen zur Neufestsetzung der Gewässerrandstreifen innerorts auf fünf und außerorts auf zehn Meter Breite. Die Rennengässler sind von beiden Bereichen betroffen. Sie äußerten auch Bedenken wegen eines Vorkaufsrechts der Gemeinde für diese Hochwasser- und Schutzzonen.

"Das kommt einer Enteignung gleich", argumentierte CDU-Gemeinderat Wolfgang Tittl stellvertretend, "wenn die Gemeinde über ihr Vorkaufsrecht Grund zu sehr günstigen Preisen zurückkauft, der vorher teuer erworben wurde." Die Gemeindeverwaltung sah wenig Spielraum zur Diskussion. Das neue Wassergesetz, das im Land im Januar 2014 in Kraft getreten ist, müsse auch in Eningen gelten. Etwa als Grundlage für den Gewässer-Entwicklungsplan im Bebauungsplan Ortsmitte. Die neue Rechtsverordnung liegt einen Monat lang öffentlich im Rathaus aus. In dieser Zeit, so die Verwaltung, bestehe auch für die Anwohner die Möglichkeit, Bedenken anzumelden.