Nachhaltigkeit Rekordbeteiligung bei neigschmeckt

Sie stemmen neigschmeckt als Organisatorinnen bereits zum 14. Mal: Gabriele Janz (links) und Karin Zäh, diesmal unterstützt von Praktikant Florent Gouy-Waz aus Roanne.
Sie stemmen neigschmeckt als Organisatorinnen bereits zum 14. Mal: Gabriele Janz (links) und Karin Zäh, diesmal unterstützt von Praktikant Florent Gouy-Waz aus Roanne. © Foto: Gabriele Böhm
Reutlingen / Gabriele Böhm 18.07.2017

Wir sind stolz auf den Markt, der so gut bei Ausstellern und Verbrauchern ankommt“, sagen Gabriele Janz und Karin Zäh, die am kommenden Sonntag, 23. Juli, bereits zum 14. Mal „neigschmeckt“, den schwäbischen Markt in Reutlingen, präsentieren. In der Planie und im Stadtgarten zeigen 163 Aussteller von Göppingen bis nach Isny, Ulm, aus dem Elsaß und Heilbronn und natürlich von der gesamten Alb, was die Region an Köstlichkeiten und Kunsthandwerk zu bieten hat. Und da der Umwelt- und Naturschutz den beiden Markt-Erfinderinnen und Organisatorinnen der „Kunst & Feinkost GbR“ ein echtes Anliegen ist, können sich Kunden auch über die Themen Mobilität, Fahrradkurier, Solar Energie, Teilauto oder Naldo informieren. Der kulturelle Bereich ist mit dem Kamino, dem franz.K, der Tonne, ILOS oder dem „Förderverein für Theater und Musik“ (TheMu) repräsentiert.

Vor 14 Jahren waren es nur 65 Stände, „aber wir wurden regelrecht überrannt von der Menge der Besucher.“ Man sei stolz auf eine konstante Zahl von rund 15 bis 20 000 Leuten. Dabei habe man eine städtische Unterstützung von 2000 Euro sowie viele Sponsoren im Rücken.

Regionale Besonderheiten, am Anfang noch eher ein Nischenprodukt, hätten sich inzwischen zu einem Renner entwickelt. Alblinsen, Büffelkäse, all das wird man auf dem Markt selbstverständlich finden. Und auch das Kunsthandwerk spielt hier eine große Rolle. „Der Druck, auf dem Markt ausstellen zu können, ist groß. Denn es gibt sonst kaum ein Forum für Töpfer, Schmuckdesigner oder Korbflechter“, so Karin Zäh. Deshalb habe man am Rosenhügel speziell dafür einen Bereich, den „Markt im Markt“, eingerichtet. „Wir mussten keinem Kunsthandwerker mehr absagen. Alle können kommen“, freut sich die Organisatorin.

Im Stadtgarten gibt es ein Programm für die ganze Familie. Bowling, eine Hüpfburg, eine MaLu-Bahn und der Clown „Mamfred Zickzack“ alias Dieter von Au sorgen für Unterhaltung. Da alles abgesperrt sei, könnten Eltern ihre Kinder trotz aller Begeisterung leicht wiederfinden. Auch Steinschafe aus Gönningen sowie Büffelkälber von der Alb sind wieder zum Streicheln da.

Die Organisatorinnen, zurzeit unterstützt von Praktikant Florent Gouy-Waz aus Roanne, haben auch ein Herz für junge Unternehmensgründer. In der „Start-up“-Ecke stellen die ihre innovativen Ideen aus. Mit dabei ist die Firma „Easy-Drink“, deren Inhaber sich auf Cocktails spezialisiert haben, die natürlich auch probiert werden können. „Running Mhhh“ bietet köstliche Maultaschen an. Ein Café, Wein- und Eisstände laden zum Genießen ein. Eine Bühne ist aufgebaut für Musik, wo aber auch Vorträge, beispielsweise über Dickkopfweizen, gehalten werden.

Um die Aussteller habe man sich nie Gedanken machen müssen. „Etwa die Hälfte sind von Anfang an dabei. 80 Prozent von 2016 machen auch dieses Mal wieder mit, 24 Neuanmeldungen sind hinzugekommen.“ Sätze wie „Da muss ich dabei sein“ zeigten, dass der Markt auch den Ausstellern gefalle.

neigschmeckt-Markt: Bequem und barrierefrei

Für die Bequemlichkeit sorgen bei neigschmeckt Bus-Shuttles, die von Südbahnhof und Bösmannsäcker regelmäßig in die Innenstadt verkehren. Der gesamte Marktbereich ist barrierefrei, auch die „Toilette für alle“ wird aufgestellt. Der Markt am  Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Stadtgarten und dauert bis 19 Uhr. gboe