Reutlingen Raser im Netz ohne Blitzmarathon

Reutlingen / SWP 18.10.2014
In den Kreise Reutlingen, Esslingen und Tübingen wird weiter Tempo kontrolliert. Nach dem Blitzmarathon wurden über 3000 Fahrzeuge erwischt.

Das Polizeipräsidium Reutlingen hat, unterstützt von den Messtrupps der Landkreise und Kommunen, weitere Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und wird diese auch in den kommenden Wochen fortsetzen. Bereits in den vergangenen zwei Wochen wurden über 3000 Verstöße festgestellt.

Der Schwerpunkt der Kontrollen lag zu Beginn der Aktion im Landkreis Esslingen, dort wurden fast 2700 Verstöße festgestellt. Aber auch in den Kreisen Reutlingen und Tübingen wurden flankierend auf besonders gefahren- und unfallträchtigen Strecken Messungen mit der Laserpistole und anschließender Kontrolle der Lenker sowie ihrer Fahrzeuge durchgeführt. Im Kreis Reutlingen wurden so 300 und im Kreis Tübingen 80 Fahrer mit besonders gravierenden Tempoüberschreitungen beanstandet.

Anders als beim Blitzmarathon wurden die Messstellen bei dieser Kontrollaktion nicht bekannt gegeben und basieren auf der polizeilichen Unfallauswertung.

Zwei Drittel der Geschwindigkeitsüberschreitungen bewegten sich im Bereich bis 20 km/h. Hier kamen die Fahrer mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung glimpflich davon. Ein Drittel der beanstandeten Fahrer hatte aber die erlaubte Geschwindigkeit um mehr als 20 km/h, sogar bis zu 60 km/h überschritten, weshalb in fast 1000 Fällen ein Bußgeldverfahren eingeleitet wurde. 50 Fahrer, darunter zwei Motorradfahrer, waren so schnell unterwegs, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen.

Gleich doppelt so schnell wie erlaubt, war ein Autofahrer auf der B 10 bei Deizisau mit fast 160 anstatt der erlaubten 80 km/h. Dieser muss mit einem Fahrverbot, mehreren Punkten und einigen hundert Euro Bußgeld rechnen. Auf der B 27 bei Walddorfhäslach wurde ein Autofahrer mit fast 170 statt der erlaubten 120 km/h gemessen.

Überhöhte Geschwindigkeit ist mit etwa zwei Drittel nach wie vor die Hauptursache für Unfälle, die mit schweren Folgen wie schweren oder tödlichen Verletzungen, einhergehen. Deshalb wird die Polizei in Abstimmung mit den Kommunen ihre Kontrollaktionen mit intensiven Tempoüberwachungen in den kommenden Wochen an wechselnden Schwerpunkten fortführen.