Pfullingen Radler sollens besser haben

Vorsicht Gefahrenstrecke: Der Radweg an der Römerstraße soll saniert werden. Foto: Evelyn Rupprecht
Vorsicht Gefahrenstrecke: Der Radweg an der Römerstraße soll saniert werden. Foto: Evelyn Rupprecht
EVELYN RUPPRECHT 29.03.2012
Gute Nachrichten für alle Radfahrer: Der Weg an der Römerstraße wird saniert. Und auch an der Kreuzung Schulstraße soll sich was tun.

Böse Zungen behaupten, der Radweg an der Römerstraße sei der perfekte Mountainbike-Parcour - so bergig und rissig ist der Asphalt hier. Nachdem das Thema gleich mehrfach von Stadträten in Gemeinderatssitzungen angesprochen wurde, hat die Stadtverwaltung jetzt reagiert. Gut 400 Meter Wegstrecke sollen saniert werden. Und zwar schon um Ostern herum, wie Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle am Dienstag im Bauausschuss, der die 70 000 Euro für die Instandsetzungsarbeiten diskussionslos genehmigte, versprach.

Deutlich mehr zu besprechen gabs da schon, als es um die Radwegkreuzung an der Schulstraße ging. Der Radweg an der ehemaligen Bahntrasse ist viel befahren, er ist aber auch bei Spaziergängern äußerst beliebt. Dort wo der Radweg die Schulstraße quert, ist die Situation allerdings ein bisschen unübersichtlich. Oft, so Bürgermeister Rudolf Heß, werde das Thema vor allem von Schülern und Senioren angesprochen. Deshalb hat die Verwaltung jetzt vorgeschlagen, die Schulstraße an der Stelle von acht auf fünf Meter einzuengen. Was mit seitlichen, wenige Zentimeter hohen Inselchen auf beiden Straßenseiten geschehen soll. Eine Idee des Stadtbauamts, die nicht bei allen Räten auf Gegenliebe stieß. Renate Wolf (FWV) würde an der Stelle lieber einen Zebrastreifen sehen. Doch für den, so Oehrle, brauchts eine gewisse Verkehrsmenge. Denn auch für das Einrichten von Fußgängerüberwegen gibts in Deutschland Richtlinien. Wilhelm Eib (UWV) sieht in einem Zebrastreifen eher Gefahrenpotenzial, er lobte die von der Verwaltung vorgeschlagene Fahrbahnverengung als "geniale Lösung". Thomas Mürdter (SPD) indes glaubt eher an den Effekt einer Rechts-vor-links-Regelung dank der die Autofahrer im Elisenweg abgebremst würden, was der Radwegkreuzung an der Schulstraße zugute käme. Für eine einfache Fahrbahnmarkierung - etwa wie in Tübingen, wo rote Streifen den Radweg andeuten - sprach sich Uwe Wohlfahrt (FWV) aus. Eine Idee, die Anklang fand. Der Verwaltungsvorschlag mit der Fahrbahnverengung wurde letztlich abgelehnt, die Mehrheit der Räte stimmte einer Versuchsphase zu, in der der Radwegübergang sozusagen dreidimensional - mit Farbe und kleinen Kuppen - markiert wird.