Der Spielfilm überzeugte das Tübinger Publikum beim 21. Cinelatino/11. Cine Espagnol mit der Geschichte von Miguel und seinen Freunden, die sich in die Vororte Valencias aufmachen, um den Wunsch seines an Alzheimer erkrankten Großvaters zu erfüllen. Regisseur Alberto Morais und Produzentin Verónica García Navarro waren in Tübingen und Stuttgart anwesend und führten in beiden Städten angeregte Gespräche mit dem Publikum.

Trotz sommerlicher Temperaturen konnten die Zuschauerzahlen in Tübingen, Stuttgart und Freiburg konstant gehalten werden. Die weniger gut besuchten Frühvorstellungen wurden durch mehrere ausverkaufte Vorstellungen in allen drei Städten ausgeglichen, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Für die Gäste des Cinelatino entpuppte sich das Festival als spannende Plattform für den gegenseitigen Austausch. Bei dem Generationentreffen der spanischen Regisseure Fernando Trueba, Alberto Morais, Daniel V. Villamediana und Javier Rebollo wurden bis spät in die Nacht intensive Gespräche geführt.

Die Filme der Werkschau von Fernando Trueba stießen auf breite Resonanz, und der erzählfreudige Oscar-Preisträger nahm sich bei allen Vorstellungen die Zeit für sein Publikum. Am Dienstag gab er Studierenden und Filminteressierten in einer überfüllten Masterclass einen Einblick in sein Verständnis des Filmschaffens.

Doch auch die kleineren Filme junger Regisseure wie "Raíz", "Los insólitos peces gato", "Chicama" oder "Costa da morte" fanden ihr Publikum und ausverkaufte Vorstellungen zeigten, dass das Festival mit seiner ausgewogenen Mischung aus ungewöhnlichen Filmentdeckungen einerseits und den leichter zugänglichen Filmen von schon bekannteren Filmemachern andererseits nach wie vor auf dem richtigen Weg ist.