Wohnungsbau Preisgericht kürt Stuttgarter Büro

Reutlingen / Von Ralph Bausinger 12.07.2018

Am Schieferbuckel wird in den  kommenden Jahren ein neues Stadtquartier mit fast 1000 Wohneinheiten entstehen. Gestern Nachmittag präsentierten Baubürgermeisterin Ulrike Hotz, Prof. Franz Pesch als Vorsitzender des Preisgerichts und GWG-Geschäftsführer Klaus Kessler die Ergebnisse des städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Schieferbuckel“. Das Preisgericht fand den Entwurf von „Lehen drei“ am gelungensten. Der erste Platz ist mit 39 500 Euro dotiert. Das Stuttgarter Büro, das vom Landschaftsarchitekten Stefan Fromm aus Dettenhausen unterstützt wurde, hatte zuvor den Wettbewerb der GfB, die das „Blue Village“ mit 326 Wohneinheiten auf dem Schieferbuckel realisiert, gewonnen. Hier soll der Spatenstich noch in diesem Monat erfolgen.

„Hier ist ein ganzheitliches Konzept entstanden, wo alles zusammenpasst“, würdigte Baubürgermeisterin Ulrike Hotz den Siegerentwurf. Die Teilnehmer am Ideenwettbewerb hätten, so Pesch, zwei wichtige Aufgaben erfüllen müssen: zum einen dem neuen Quartier ein Gesicht zu geben, zum anderen die Kaltluftentwicklung und Ventilation sicherzustellen. Für die Schieferterrassen sieht der Siegerentwurf den Bau von Riegelblöcken zur Ost-West-Trasse hin vor, die Platz für insgesamt 60 Wohneinheiten pro Block liefern und in einen grünen Wohnhof münden. An die Blöcke schließen sich sogenannte Punkthäuser mit zehn bis zwölf Wohnungen an. Kessler geht davon aus, dass die GWG in drei Jahren mit dem Bau der insgesamt 390 Wohnungen beginnen kann. Zudem sind im Gebiet Irtenbach weitere 260 Wohneinheiten geplant.

„Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden“, sagte Hotz. Auch die mit dem zweiten und dritten Platz prämierten Entwürfe wiesen eine hohe Qualität auf. Der zweite, mit 26 500 Euro dotierte Platz ging an Wick und Partner – Architekten Stadtplaner aus Stuttgart mit „grünewelle Landschaftsarchitektur“ aus Grünkraut. Das Tübinger Büro Hähnig-Gemmeke mit dem Werkbüro „freiraum und landschaft“ kam auf den dritten Platz und erhielt 19 500 Euro an Preisgeld. Eine Anerkennung im Wert von 14 000 Euro ging an „von einsiedel Architekten“. Die Stuttgarter hatten sich für den Wettbewerb mit Coqui Malachowska-Coqui Landschaftsarchitektur aus Berlin zusammengetan.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Die Ausstellung der Entwürfe ist bis Freitag, 17. August, im ehemaligen Paketpostgebäude (Unter den Linden 17) zu sehen. Sie ist am Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr und Donnerstag von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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Arbeitsgemeinschaften haben ihre Entwürfe zum städtebaulichen Ideenwettbewerb eingereicht, der als Grundlage  für das Bebauungsplanverfahren dienen soll.

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