Reutlingen/Ulm Prämien auch wieder für Kinos der Region

Reutlingen/Ulm / OTTO PAUL BURKHARDT 15.10.2014
Alljährlich erhalten besonders engagierte Lichtspielhäuser im Land Prämien zur Förderung. Auch Kinos der Region hier sind jetzt wieder dabei.

Die Übergabe der Auszeichnungen ging in Ulm über die Bühne. Unter den Preisträgern finden sich auch einige Kinos der hiesigen Region. Jeweils eine Prämie für ein sehr gutes Jahresfilmprogramm ging an: Arsenal und Atelier (Tübingen), Kino im Waldhorn (Rottenburg), Lichtspielhaus (Riedlingen), Museum, Museum 2 und Studio Museum (Tübingen) und Tyroler-Kino (Kirchheim/Teck). Eine Prämie für ein sehr gutes Kinder- und Jugendfilmprogramm erhielt die Blaue Brücke, Kino 2 (Tübingen).

Staatssekretär Jürgen Walter und Prof. Carl Bergengruen, Geschäftsführer der Medien- und Filmgesellschaft (MFG), haben Preis-Urkunden für insgesamt 53 Spielstätten in Baden-Württemberg übergeben. Die Kinobetreiber dürfen sich über Prämien von insgesamt knapp 200 000 Euro freuen.

Kunststaatssekretär Jürgen Walter sagte dazu: "Dem Engagement der ausgezeichneten Kinomacher verdanken wir es, dass Filmkunst trotz ökonomischer Zwänge ihren Platz hat. Sei es in speziellen thematisch ausgerichteten Reihen, sei es in Veranstaltungen für verschiedene Altersgruppen oder in Retrospektiven bedeutender Filmschaffender. Die dadurch entstehende bunte Vielfalt, die auch die teuren Hollywoodfilme nicht ausklammert, macht letztendlich den speziellen Reiz der Kinolandschaft Baden-Württembergs aus."

Der mit 15 000 Euro dotierte Spitzenpreis geht an das von Jürgen Bieler betriebene Brennessel-Programmkino Hemsbach im Nordosten Baden-Württembergs. Dieses 1927 begründete Haus ist inzwischen ein reines Arthouse-Kino und konnte sich bis heute in einer Kleinstadt behaupten.

Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg zeichnet alljährlich - in diesem Jahr zum 16. Mal - mittelständische, gewerbliche Kinobetreiber aus. Die Medien- und Film-Gesellschaft fördert auch durch Innovationsdarlehen für gewerbliche Filmtheater und durch das Sonderprogramm "Kinodigitalisierung".