Luftqualität Positive Signale aus Berlin

Fahrten mit dem Stadtbus sollen günstiger werden.
Fahrten mit dem Stadtbus sollen günstiger werden. © Foto: Archiv
Reutlingen / Carola Eissler 23.07.2018

Überaus positive Signale aus Berlin: Oberbürgermeisterin Barbara Bosch konnte dem Gemeinderat berichten, dass der Bund 16,6 Millionen Euro für Reutlingen zur Verfügung stellt, damit Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität umgesetzt werden können. „Das Geld ist da, wir müssen es nur abrufen und bis 2020 verbauen.“ Gefördert werden unter anderem das Stadtbusnetz mit dem 365-Euro-Jahresabo, der Radschnellweg Honauer Bahn, die Fahrbahnreduzierung in der Konrad-Adenauer-Straße. „Eine solch immense Förderung gibt es sonst nie“, freute sich Bosch. Eine Freude, die Holger Bergmann von den Grünen nicht so ganz teilen wollte. Er bestand  nämlich darauf, der Gemeinderat solle konkrete Maßnahmen bestimmen und nicht die Maßnahmen vom Bund bestimmen lassen. Was bei der Verwaltung dann doch zu Verwunderung führte. Denn man habe ja konkrete Maßnahmen eingereicht, die jetzt als förderwürdig akzeptiert wurden, so die Antwort. Da das Geld bis 2020 abgerufen und die Maßnahmen umgesetzt sein müssen, brauche es jetzt eine „enorme Kraftanstrengung“, sagte Bürgermeisterin Ulrike Hotz. In den Ämtern müsse die Mitarbeiterkapazität erhöht werden.

Reutlingen zählt zu den so genannten Lead-Cities, zu den fünf Modellstädten, in denen die Effektivität von Maßnahmen zur Minderung der Stickstoffdioxidbelastung getestet werden. Neben Reutlingen zählen Essen, Bonn, Mannheim und Herrenberg dazu. Reutlingen hat bereits Pilotvorhaben eingereicht, die über die Sofortprogramme hinausgehen. Kern der Maßnahmenvorschläge ist, das so genannte „blaue Umweltpaket“.

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