Reutlingen Politik kann helfen

SWP 28.08.2013

"Wie funktioniert der Faire Handel?" wollten CDU-Bundestagskandidat Michael Donth und Manuel Hailfinger, Kreisvorsitzender der Jungen Union, bei einem Gespräch mit dem Eine Welt Verein im Weltladen wissen. Vereinsvorsitzender Manfred Möller stellte anhand des Reutlinger Stadtkaffees die Grundsätze des Fairen Handels vor: Faire Preise für die Produzenten, so dass sie ihren Lebensunterhalt sichern und ihre Kinder zur Schule schicken können, eine zusätzliche Prämie für die Genossenschaft zur Entwicklung des Dorfes und dazu fachkundige Beratung.

Vorstandsmitglied Dr. Jürgen Quack ergänzte: Ein wichtiger Aspekt des Fairen Handels sei die öffentliche Beschaffung. So sollten die Lederhandschuhe der Feuerwehr oder die Textilien in Krankenhäusern ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden. Das Fair-Trade- oder das Fair-Wear-Siegel sichern durch regelmäßige Kontrollen, dass die Standards des Fairen Handels eingehalten werden. Reutlingen habe durch seine Bewerbung um den Titel "Fair Trade Stadt" gezeigt, dass es heute auch in der Politik eine breite Unterstützung für eine nachhaltige Umgestaltung der Wirtschaft und des Handels gebe. Donth stellte in Aussicht, sich im Fall der Wahl in Berlin dafür einzusetzen, dass auch bei der Beschaffung in Einrichtungen des Bundes soziale und ökologische Vorgaben berücksichtigt werden.