Reutlingen Platz für bis zu 100 Wohnungen

Das Areal des ehemaligen Bauhofs befindet sich in einem vernachlässigten Zustand. Ein neuer Bebauungsplan wird vom Gemeinderat für das ehemalige Bauhofareal zwischen Christoph- und Storlachstraße aufgestellt.
Das Areal des ehemaligen Bauhofs befindet sich in einem vernachlässigten Zustand. Ein neuer Bebauungsplan wird vom Gemeinderat für das ehemalige Bauhofareal zwischen Christoph- und Storlachstraße aufgestellt. © Foto: Ralph Bausinger
Reutlingen / Von Ralph Bausinger 18.07.2018

Es ist ein Areal, das Verwaltung  und Gemeinderat seit über zwei Jahrzehnten beschäftigt. Allein zwölf Drucksachen von 1996 bis heute dokumentieren die unterschiedlichen Vorstellungen, was mit dem ehemaligen Bauhofgelände geschehen könnte.

Mit dem einstimmig gefassten Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Zwischen Christoph- und Storlachstraße“ hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, das Gebiet weiter entwickeln zu können. Bis zu 100, darunter auch preiswerte, Wohnungen sollen dort entstehen. Zuvor hatte ein Gutachten bestätigt, dass der Altlastenverdacht unbegründet gewesen sei. Allerdings könnten sich im südlichen Teil noch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg befinden.

Neben der Wohnbebauung will die Stadt einen Teil des rund 2,2 Hektar großen Areals als Gewerbefläche nutzen. „Durch die Mischung von Wohnen und eingeschränkter Gewerbenutzung kann auf dem Areal ein verträglicher Übergang zwischen der angrenzenden heterogenen Nutzungsstruktur geschaffen werden“, heißt es dazu in der Vorlage. Bereits in Auftrag gegebene fachtechnische Gutachten zu den Themen „Lärm“ und „Erschütterung“ sollen zeigen, wie sich der Übergang am geschicktesten bewältigen lässt. Ihre Ergebnisse fließen in einen Workshop ein.

Am Ende des Workshops steht dann ein Bebauungsplanentwurf, der als Basis des Auslegungsbeschlusses dient. Anschließend kann mit der Vermarktung begonnen werden, die Stadt denkt hier unter anderem an Bauherrengemeinschaften.

Übereinstimmend zeigten sich die Vertreter der Fraktionen zufrieden, dass „endlich Bewegung in die Sache kommt, wie es Edeltraut Stiedl formulierte. Die SPD-Stadträtin forderte eine „soziale Mischung für die Wohnbebauung“. Und mit dem geplanten Kinder- und Familienzentrum Storlach erfülle sich eine langjährige Forderung ihrer Fraktion.

Auch aus Sicht von Gabriele Gaiser ist es „richtig und wichtig, das Gebiet jetzt zu überplanen. Die CDU-Stadträtin plädierte dafür, die Gewerbefläche an der Storlachstraße in diesem „schönen Projekt der Innenentwicklung“ beizubehalten. Zustimmung auch bei der FWV: Als Grundstückseigentümerin „hat es die Stadt selbst in der Hand“, ergänzte Stadtrat Georg Leitenberger.

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