Reutlingen Pianist und komponierender Papa

Markus Sosnowski, aufstrebender Komponist von Kinderliedern, vor dem Schloss Lichtenstein, das auch als Kulisse seines Animationsfilms „Lea, das kleine Gespenst“ dient.
Markus Sosnowski, aufstrebender Komponist von Kinderliedern, vor dem Schloss Lichtenstein, das auch als Kulisse seines Animationsfilms „Lea, das kleine Gespenst“ dient. © Foto: Joachim Sosnowski
Reutlingen / Von Anja Weiß 13.12.2017

Lehrer ist sein Beruf und zwar einer, der ihn erfüllt: Markus Sosnowski ist an einer kleinen Privatschule in Reutlingen und kümmert sich um Schüler, die in ihrer Schulkarriere bislang gescheitert sind. Er hilft ihnen, einen Abschluss zu erlangen. Da es nur 16 Schüler sind, sei das Verhältnis sehr eng und intensiv. „Da kann ich mit Leidenschaft arbeiten“, erzählt Sosnowski. Dennoch ist der Lehrberuf nicht sein einziges Steckenpferd. Darum umfasst sein Lehrauftrag auch nur 80 Prozent, damit er seinen anderen Berufungen nachgehen kann.

Journalist und Musiker

Schon während des Studiums hat er begonnen, als Sportjournalist zu arbeiten, unter anderem seit vielen Jahren für die Südwestpresse, genauer den Alb Bote. „Der Journalismus hat mich schon immer gereizt“, erzählt er, ebenso wie das Fotografieren und der Sport. Eine Kombination, die passt: Viele Sonntage verbringt Markus Sosnowski auf den Sportplätzen der Region, um von den Fußballspielen zu berichten und zu fotografieren. Damit sind aber immer noch nicht alle Hobbys aufgezählt.  Auch die Musik hat es ihm angetan und gerade hier wird er immer erfolgreicher. Bereits als Kind war sein Onkel sein großes Vorbild, erzählt Sosnowski, „der hat in mehreren Bands gespielt, das hat mich beeindruckt“. Er selbst hat zunächst mit der Flöte begonnen, später durfte er Klavierunterricht nehmen. „Musik war für mich schon immer ein Ausgleich“, sagt Markus Sosnowski, „ich habe mich immer ans Klavier gesetzt, um zu entspannen.“

Erste öffentliche Auftritte gab es mit der Abiband. Es folgte „Bunny and the Playboys“ eine Coverband, die viel unterwegs war und zahlreiche Auftritte absolvierte. „Wir haben das Projekt mit großem Aufwand betrieben“, blickt Sosnowski zurück. Zuviel, um es nebenbei zum eigentlichen Job zu machen.  Irgendwann war es nicht mehr zu stemmen, die Sängerin hatte mit ihrer Selbstständigkeit viel um die Ohren, bei Sosnowski standen Prüfungen an, kurzum: Die Band hat sich aufgelöst. Jeder ging seinen eigenen Weg. 2012 hat er dann zufällig einen alten Schulfreund getroffen, der in einem Duo gesungen hat, er war begeistert. Aus dem Duo wurde ein Trio: Bis heute sind sie als „Junik“ zu hören, spielen Coversongs, aber auch eigene Werke, das Besondere sei der gefühlvolle Akustikcharakter, erklärt Sosnowski. Seine beiden Bandkollegen haben schon immer eigene Songs geschrieben und auch er setzt sich gerne ans Klavier, um zu komponieren.

Ein Lied für seine Tochter

Im Herbst 2015 hat er dann ein weiteres, ganz neues Projekt gestartet. Dann nämlich, als seine Tochter Lea auf die Welt gekommen ist. Der wollte er etwas ganze Besonderes, Eigenes zur Geburt schenken, „etwas, das bleibt“, wie er sagt. Und so setzte er sich ans Piano und schuf das Lied „Wenn der Mann im Mond das Licht ausknipst“, ein Schlaflied, gewidmet seinem Kind. Er spielte es Freunden und Bekannten vor und die Resonanz war durchweg begeistert und positiv. Also stellte er auf der Online-Plattform „You Tube“ ein. Ebenfalls mit überzeugenden Ergebnissen: Es kam schnell eine Anfrage, ob es gecovert werden dürfe, „das war natürlich eine Riesenehre für mich“, sagt Sosnowski. Schnell stiegen die Klickzahlen an, mittlerweile liegen sie bei fast einer halben Million. Darum blieb es nicht bei diesem Erstlingswerk, sondern er stieg verstärkt in die Materie ein. Gemeinsam mit seiner Tochter hat er sich eine komplette Geschichte rund um „Lea, das kleine Gespenst“ ausgedacht, das traurig ist, weil es keine Freunde hat, wenn es nachts allein im Schloss unterwegs ist. Er hat die Geschichte vertont und gemeinsam mit seiner Schwester im Heimstudio eingesungen. „Meine Tochter hat mir die Ideen geliefert und sie ist auch mein Anreiz weiterzumachen.“ So folgte auf das Lied ein Animationsfilm, Kulisse war das Schloss Lichtenstein, in dem das Gespenst lebt und in einem kleinen Vampir auch irgendwann einen Freund findet. Markus Sosnowski hatte so viel Spaß an dieser Arbeit, dass er nun an einer kompletten CD mit Kinderliedern arbeitet, die im Lauf des nächsten Jahres erscheinen soll. Darauf werden dann eigene Lieder, aber auch Klassiker des Genres zu hören sein. Er arbeitet mit befreundeten Musiker zusammen; was ihm fehlt, ist eine Kinderstimme. Er hatte einen kleinen Sänger, der ist ihm allerdings abgesprungen, wie er erzählt. Bis er einen Nachfolger gefunden hat, singen er und seine Mitmusiker die Passagen ein, die von Erwachsenen gesungen werden und der Musikalteil wird eingespielt. Man darf gespannt sein, was im kommenden Jahr alles auf dem ersten Silberling von Markus Sosnowski zu hören sein wird.

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Die Lieder und Filme im Internet

Der Film „Lea, das kleine Gespenst“ ist auf You Tube zu finden unter https://www.youtube.com/embed/vd-pC0nrcoc. Auch die anderen Lieder von Markus Sosnowski kann man auf der Onlineplattform anhören, einfach Mr. Pianoman’s Kinderliedergarten eingeben.

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