Grüne/Bündnis 90 Pestizidfreie Kommune als Ziel

Reutlingen / swp 20.07.2018

„Pestizidfreie Kommune soll nicht nur als Label oder Zustand, sondern als Ziel und Aufgabe verstanden werden“, sagt Lothar Kalka vom Vorstand. Das wollen die Grünen vom Ortsverband Reutlingen gemeinsam mit der Gemeinderats-fraktion ins Bewusstsein der Stadt und ihrer Bewohner bringen. Die Resolution der Mitgliederversammlung und der Antrag der Gemeinderatsfraktion der Grünen wünscht sich daher eine Öffentlichkeitskampagne „pestizidfreie Kommune“, die auf das Engagement der Reutlinger Bürger und Unternehmen setzt.

Ausdrücklich wird der seit 1987 bestehende Pestizidverzicht der Großstadt begrüßt. „Wir dürfen den Artenschutz aber nicht nur dem Umland überlassen, sondern müssen auch in der Stadt selbst mehr tun“ betonte Fraktionssprecherin Gabriele Janz und verwies auf die Anträge zu „Naturschutz und Urbanität“ sowie „Klimaschutz 2030“ ihrer Fraktion.

Ein besonderes Anliegen der Grünen ist die wachsende Sensibilität der Bevölkerung und der Unternehmen aufzugreifen und tatkräftig zu unterstützen. So fordern sie insbesondere eine Sonderausstellung im städtischen Naturkundemuseum über insektenfreundliche Blühflächen und die negativen Auswirkungen von Pestiziden. Weiterführend in die Zukunft gedacht, könnte nach Vorstellung der Grünen die „pestizidfreie Kommune“ ein erster Baustein einer städtischen Ökologie-Konzeption sein. Dass auch vor Ort mehr möglich ist, bestätigt auf Nachfrage der Grünen die Bauhaus AG: sie verzichten freiwillig auf den Verkauf von Glyphosat-Produkten.

Info Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner wird am Montag, 23. Juli, 19.30 Uhr im Haus der Jugend, Museumstraße 7, über das Thema „Stummer Sommer? – Pestizide im Fokus“ sprechen. Ebner ist Sprecher für Waldpolitik sowie Gentechnik und Bioökonomiepolitik der Grünen.

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