Autonomes Fahren Paravan präsentiert sich in San Jose

Autonomes Fahren made by Paravan.
Autonomes Fahren made by Paravan. © Foto: Privat
Pfronstetten / swp 23.03.2018

Eigentlich bedeutet das Wort „automobil“ schon soviel wie „selbstfahrend“, obwohl immer jemand hinterm Steuer sitzt. Doch das soll sich in den nächsten zehn Jahren grundlegend ändern. Eine wichtige Voraussetzung dafür – wenn nicht gar die Wichtigste - ist ein verlässliches und redundantes Lenksystem, wie das ausfallsichere drive-by-wire System „Space Drive“ von Paravan, welches die Tüftler aus Aichelau vom 26. bis 29. März auf der Nvidia GPU Technology Conference (GTC) in San Jose/ USA vorstellen.

Die GTC 2018 will Verkehrsexperten zusammenbringen: Automobilhersteller, Zulieferer, People-Mover-Entwickler und Forscher, um zu demonstrieren, wie GPU-Technologie und künstliche Intelligenz die gesamte Branche verändern. Ein GPU-basiertes Hochleistungsrechnersystem ermöglicht schon heute tiefgreifende Lernprozesse, die Verarbeitung natürlicher Sprache und Gestensteuerung welche die Art und Weise des Fahrens grundlegend revolutionieren und befähigt Fahrzeuge sich selbst zu steuern. „Und wir haben das straßenzugelassene und zertifizierte Lenksystem dazu“, unterstreicht Paravan-Gründer Roland Arnold. Mit Blick auf die für das autonome Fahren geforderte Redundanz (Level 4 und 5) ist man bei Paravan weit in der Zukunft. „Nur wir bieten die Kerntechnologie für das autonome Fahren: ein mehrfach ausfallsicheres, straßenzugelassenes drive-by-wire System zur Ansteuerung von Gas, Bremse und Lenkung“, erklärt Arnold.

DurchNew Mobility World“, im Rahmen der IAA 2017, ist Nvidia auf Paravan aufmerksam geworden. „Mit unserer offenen Schnittstelle können Anbieter von Sensorik-Systemen und Hochleistungsprozessoren – wie NVIDIA - bequem auf unser System zugreifen“, berichtet der Projektleiter Drive-by-Wire Technologie Industrie, Rolf Gramenske, der gemeinsam mit Paravan-Manager Andreas Frisch im Herzen des Silikon Valleys die Technologie präsentieren wird.
Vor allem die hochentwickelte Sicherheitsarchitektur und die flexiblen Schnittstellen zum System mit dem die Anbieter unterschiedlichster Sensorik und Fahr-Klassen auf das System zugreifen können, macht es einzigartig für Fahrzeughersteller (OEMs) und Entwickler. „Hinzu kommt die Erfahrung aus der Behindertenmobilität“, ergänzt Rolf Gramenske. Das mehrfach ausgezeichnete und nach den höchsten Qualitätsrichtlinien zertifizierte System, das zudem über eine TÜV- bzw. Straßenzulassung verfügt, gilt als Kerntechnologie für das zukünftige autonome Fahren. Mit 7 000 Systemen und über 500 Millionen Straßenkilometern ist das System praxiserprobt.

Im Paravan Mobilitätspark werden Prototypen, Versuchsträger und Showcars namhafter Automobilhersteller und Zulieferer mit SPACE DRIVE II, einem perfekt aufeinander abgestimmten drive-by-wire-/ steer-by-wire-System (Hardware und Software) ausgestattet. Ein entscheidender Bestandteil ist dabei das Schnittstellenmanagement zwischen Sensorik, Fahrintelligenz und drive-by-wire Technologie. Hier arbeiten die Paravaningenieure an individualisierten Software-Lösungen.

Für eingefleischte Spiele-Fans ist Nvidia seit 1999 das Synonym für leistungsfähige Grafik. Der „GeForce 256“ war einer der ersten 3-D-Grafiksensoren. Mittlerweile sind Computerspiele lange nicht mehr das einzige Einsatzgebiet dieser hochkomplexen Technologie. Die Hochleistungsgrafikkartenchips stehen im Zentrum einer der wichtigsten IT-Entwicklungen – der künstlichen Intelligenz. Die Berechnungen zum Trainieren einer künstlichen Intelligenz ähneln den der Erschaffung einer 3D-Welt im Computerspiel, nur umgekehrt. Dabei handelt es sich immer um mathematische Modelle, die millionenfach wiederholt werden. Mit den Grafikchips trainieren neuronale Netze in Zehnerpotenzen schneller, heißt es von Nvidia-Europachef Jaap Zuiderveld. Damit werden sie tauglich für eine Anwendung, die den Alltag nachhaltig verändert: AutonomesFahren.

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