Die Bürgerinitiative „Keine Dietwegtrasse“ lädt am Ostermontag, 22. April, zu einer Kundgebung am Dietweg ein. Zwischen 14.30 und 17 Uhr wird sich die Bürgerinitiative neben dem Aktivitätsspielplatz vorstellen und dazu einladen, dass alle Nutzer und Freunde des Dietweges ihre Meinung zum geplanten Bau der Dietwegtrasse äußern können. Mit einer Postkarten- und E-Mail-Aktion möchte die BI möglichst viele Bürger zu Wort kommen lassen. Welchen Stellenwert hat das Naherholungsgebiet? Welche Befürchtungen weckt das Straßenbauprojekt? Wie wird die Informationspolitik der Behörden bewertet?

Im Oktober plant das Regierungspräsidium (RP) eine umfassende Verkehrsuntersuchung. Die Bürgerinitiative befürchtet, dass die zahlreichen Spaziergänger, Radfahrer, Hundehalter, Jogger, Kleingartenbesitzer, Kindergartengruppen, Benutzer des Akti, Schüler auf dem Weg zur Schule, flanierenden Rentner und Naturliebhaber, die in großer Zahl umweltfreundlich im Dietweg-Naherholungsgebiet unterwegs sind, dabei nicht einbezogen werden. Sie sind auch bisher nicht in der Planung für die neue Fernverbindung mitten durch Reutlingen berücksichtigt.

Das RP hat mittlerweile den Ablauf für die Planung der Dietwegtrasse veröffentlicht. Infos über die versprochene Bürgerbeteiligung fehlen. Laut Bundesverkehrswegeplan umfasst die Trasse eine 320 Meter lange Brücke am Ortseingang von Sondelfingen. Eine Teilstrecke auf den Orschel-Äckern soll überdeckelt werden – das Neubaugebiet Orschel-Hagen Süd wird allerdings trotzdem den Emissionen der prognostizierten 22 000 Kraftfahrzeuge (davon 1300 LKWs) pro Tag ausgesetzt sein. Die BI ist enttäuscht, dass in Reutlingen keine Verkehrswende in Aussicht steht. Stattdessen werde eine Verkehrsverlagerung aus dem Stadtkern geplant und die neue Straßenverbindung ziehe zusätzlichen Verkehr an, sei also eine Fortsetzung der Verkehrspolitik aus den 70er-Jahren.

Weitere Infos unter: http://keine-dietwegtrasse.org.