Reutlingen Open-Air-Kino im Spitalhof: 4170 Zuschauer sorgen für positive Bilanz

Volles Haus beim Kino-Open-Air: In dieser lauen Sommernacht zog es zahlreiche Kinofans in den Spitalhof, um mit einem kühlen Getränk bewaffnet gebannt den Film des Tages unter freiem Himmel zu verfolgen. Foto: Stadtverwaltung/Niethammer
Volles Haus beim Kino-Open-Air: In dieser lauen Sommernacht zog es zahlreiche Kinofans in den Spitalhof, um mit einem kühlen Getränk bewaffnet gebannt den Film des Tages unter freiem Himmel zu verfolgen. Foto: Stadtverwaltung/Niethammer
Reutlingen / MAREIKE MANZKE 27.08.2013
Der letzte Kinotag mit "Oh Boy" bildete mit nur 56 Zuschauern einen eher verregneten Abschluss. Zum Glück war das die Ausnahme geblieben.

"Mit 4170 Besuchern hatten wir zwar weniger Gäste als im Vorjahr mit über 5000, allerdings war das auch ein anderer Sommer. Dieses Mal hatten wir abends oft schon herbstliche Temperaturen", lautete das Fazit von Klaus Kupke. Er hatte zusammen mit Kino-Profi Gerhard Steinhilber das Open-Air-Kino organisiert. Insgesamt sei die Saison mit 13 Kinoabenden aber kostendeckend und damit zufriedenstellend gewesen. "Bei 600 Plätzen sind wir mit dem Durchschnittswert von rund 300 besetzten Stühlen bei einer Auslastung von ungefähr 50 Prozent. Das ist ein guter Wert", führte er gestern aus.

Ein besonderer künstlerischer Höhepunkt war der historische Stummfilm "Friedrich Schiller - eine Dichterjugend" aus dem Jahre 1923. Dieser wurde vor zehn Jahren wiederentdeckt und anlässlich des Schillerjahres 2005 restauriert. Im Spitalhof begleitete ein Pianist einfühlsam die schwäbische Sturm- und Drangzeit des Dichters. "145 Zuschauer waren für so eine Art von Film klasse. Durch die Musik wurde er ganz anders erlebbar", freute sich Kupke. Schließlich ist das eines der Ziele der Veranstalter: Anspruchsvolle Unterhaltung auch jenseits von großen Hollywoodblockbustern zu bieten.

Am besten besucht war mit 527 Kinofans die deutsche Komödie "Wers glaubt, wird selig" mit Hannelore Elsner und Christian Ulmen, in der ein bayerisches Dorf versucht, mit einer erfundenen Heiligen Touristen anzuziehen. "Da stimmte einfach alles: der Film, das Wetter, der Tag", folgerte Kupke.

Damit es auch im nächsten Jahr wieder ähnlich gefragte Kinoabende geben wird, sind Kupke und Steinhilber jetzt schon dabei, geeignete cineastische Schätze auszuwählen. Dabei sind sie auch offen für Anregungen von außen, um ihre eigene Liste zu ergänzen.

Darüber hinaus beschäftigt die beiden Veranstalter die technische Ausstattung für 2014. Durch die Umstellung von der Analog-Technik auf einen digitalen Projektor, der zusätzlich gekühlt werden muss, kommen neue Kosten auf sie zu. "Im Moment machen wir uns noch Gedanken, wie wir das am besten umsetzen können", erzählte Kupke.

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