„Während des ersten Lockdowns erlebte die Online-Ausleihe zwischen März und Mai 2020 mit 3,7 Millionen Ausleihen den größten Boom ihrer Geschichte“, teilte der EKZ-Bibliotheksservice am Montag, den 8.02.21 in Reutlingen mit. Im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum noch rund 2,6 Millionen.

E-Papers von Tageszeitungen beliebt

Obwohl der Boom dann etwas abebbte, blieben die Ausleihen „deutlich über dem Stand von 2019“. Auf das gesamte Jahr 2020 legten diese Ausleihen mit 46 Millionen Ausleihen gegenüber 2019 um 23,6 Prozent zu. Im Jahr davor lag der Zuwachs bei 15,5 Prozent. Auch die Online-Benutzerzahl der Bibliotheken wuchs um 19,8 Prozent. Im Vorjahr waren es 9,6 Prozent gewesen. Den größten Sprung machten Ausleihen bei E-Papers von Tageszeitungen und E-Magazines mit 45,5 Prozent, heißt es in der Jahresstatistik. Auch E-Learning-Onlinekurse waren gefragt und wurden 36 Prozent häufiger nachgefragt als im Jahr davor.

3.380 öffentliche Bibliotheken - 162 Ausleihportale

Unter den Genres wuchs am meisten der Bereich Kinder und Jugend über alle Medienarten mit einer Steigerung von 35,8 Prozent. Hinter den Ausleihen steckten wohl Eltern, „die ihren Kindern öfter und länger vorgelesen haben“, hieß es in der Mitteilung. Über 3.380 öffentliche Bibliotheken in Deutschland bieten ihr Angebot derzeit auf 162 Ausleihportalen an. Acht der 162 Portale knackten 2020 die Marke von einer Million Ausleihen, 24 verliehen im vergangenen Jahr mehr als 500.000 Medien.