Die Jahreshauptversammlung des Altstadtfreundeskreis Reutlingen e.V. (AFK) war geprägt von Einstimmigkeit und frischem Elan. Die ehemalige Schatzmeisterin Regine Vohrer wird zur Ersten Vorsitzenden gewählt und erhält im Vorstand kompetente Unterstützung für die Herzensaufgabe: Erhalt der Oberamteistraße 28-32.

„Es gibt Lücken, aber wir haben viel vor“, eröffnete Regine Vohrer die Versammlung am Dienstag vergangener Woche. Gemeint waren nicht nur die Neuwahlen des Vorstandes sondern auch die Aktivitäten und die Beteiligung des Vereins am aktuellen Geschehen in der Häuserzeile 28-32 der Oberamteistraße.

In einem Neuwahlenmarathon wurde zunächst die Spitze des Vereins neu besetzt. Die ehemaligen Vorsitzenden können aufgrund beruflicher Belastung ihre Ämter nicht weiter begleiten. Neben Regine Vohrer wurde Dr. Konrad Kern, pensionierter Physiker, der seit über 25 Jahren in Reutlingen wohnt, zum zweiten  Vorsitzenden gewählt. Gabriele Kirsammer ist nun Schatzmeisterin. Hans Bock rückte von seiner Beisitzerposition in die des Schriftführers. Neue Beisitzer sind Diane Scherzler, Archäologin, und Martin Schuetzler, Gartenbautechniker. Holger Bergmann und Clemens Vohrer fingieren als Kassenprüfer. Alle  Personen wurden einstimmig gewählt.

Diese positive Energie übertrug sich auch auf die Idee von Arbeitsgruppen im Verein. Hier herrschte Konsens, dass Arbeitsgruppen eine sehr gute Möglichkeit seien, um Konzepte und Vorschläge für die Häuserzeile zu erarbeiten. „Dies ist heute die Weichenstellung für die Zukunft“, sagte Hagen Kluck. Jetzt sei die Möglichkeit für die Mitglieder, sich einzubringen und aktiv mitzuwirken. Dr. Wilhelm Borth betonte, dass der Geschichtsverein Reutlingen, mit dem Altstadtfreundeskreis „an einem Strang ziehe“. Holger Bergmann gab noch kurz einen Überblick über den Stand im Gemeinderat zum Thema Oberamzeistraße. „Sicher ist, dass alle etwas tun wollen, aber Entscheidungen stehen noch aus. Durch unterschiedliche Anträge und Vorlagen sei etwas Unklarheit entstanden. Vielleicht bringe aber die kommende Gemeinderatssitzung ja bereits Ergebnisse.

„Die Stadt will sanieren, aber wie genau ist noch offen“ betonte Kluck. Es sei noch unklar, wie die unterschiedlichen Konzepte, die es bisher gibt und die möglichen Nutzungskonzepte, die sich aus der Bausubstanz ergeben, zusammengeführt werden können.

„Wenn immer nur an die wirtschaftlichen Aspekte gedacht werden würde, dann gäbe es überhaupt keine Geschichte“, lautete Regine Vohrers Fazit des Abends.