Reutlingen Ofenführerscheine überreicht

Die neuen Besitzer des Ofenführerscheins mit Geschäftsstellen-Leiter Ralph Bültke-Bohla. Foto: Dietmar Czapalla
Die neuen Besitzer des Ofenführerscheins mit Geschäftsstellen-Leiter Ralph Bültke-Bohla. Foto: Dietmar Czapalla
Reutlingen / DIETMAR CZAPALLA 28.04.2014
Im Rahmen des landesweit einzigartigen Projekts "Reutlinger Ofenführerschein" ging es nach "Richtig heizen mit Holz", "Motorsägenlehrgang" und "Brennholzeinkauf" zum Schluss um "Holzheizungen".

Das Umweltbildungszentrum (UBZ) Listhof als Veranstalter, Haus & Grund Reutlingen, die Kreissparkasse und die Kreishandwerkerschaft hatten sich zusammengetan und mit privaten Firmen im Jahr 2011 den "Reutlinger Ofenführerschein" aus der Taufe gehoben - ein ehrgeiziges Projekt und einzigartig in ganz Baden-Württemberg. "Gut unterwegs sein mit Holz", das ist der Grundgedanke, der hinter der gemeinsamen Aktion steht. "Wir möchten die Führerscheininhaber mit verschiedenen Modulen theoretisch und praktisch fit machen", hatte Ralph Bültke-Bohla, Geschäftsstellenleiter am UBZ Listhof, im Vorfeld der Premiere gesagt.

Am 15. November des vergangenen Jahres startete die dritte Auflage mit "Richtig Heizen mit Holz". Ein Motorsägenlehrgang fand am 22./23. November statt, um "Brennholzeinkauf" ging es am 15. Februar dieses Jahres. Im letzten Teil lautete das Thema "Alles über Holzheizungen". Die Kreishandwerkerschaft Reutlingen und die Ofenbauerinnung Hayingen informierten und gaben denen Hilfestellung, die gerade vor dem Kauf eines Holzofens oder einer Holzheizung stehen. Im Detail ging es dann um Fragen "Welche ist die Richtige für mich?", "Wie groß muss sie sein?" und "Welche Leistung braucht mein Ofen?" Letztlich war auch Thema das CO2 in der Atmosphäre, Energiepreisentwicklung, Holzverfügbrkeit, Pellets-Produktion, Trends im Biomassemarkt und unter anderem, welche Technik - Stückholz, Pellets oder Kaminofen - die passende ist. Und auch die Problematik Feinstaub kam nicht zu kurz. Im zweiten Teil der Abschlussveranstaltung wurde über Herde, Kamin- und Kachelöfen berichtet. Informationen gab es ferner zu Emissionsanteilen, gesetzlich geforderte Grenzwerte, Brandschutz und schadstoffarme Feuerungen im Besonderen.

Grund zum Anstoßen gab es dann zum Abschluss: 19 Teilnehmer - darunter fünf Frauen - bekamen dieser Tage den Ofenführerschein überreicht. Somit kann Reutlingen auf einen zwar vergleichsweise sehr kleinen, aber dennoch weiteren guten Ansatz im Hinblick auf die angemahnte Anleitung zum "intelligenten Heizen" verweisen. "Mit der Beteiligung bin ich ganz zufrieden", so Ralph Bültke-Bohla, der vorausschauend sagte: "Im nächsten Winter werden wir den Reutlinger Ofenführerschein wieder anbieten, die ersten drei Anmeldungen liegen schon vor."