Modellversuch ÖPNV: Ist Reutlingen mit an Bord?

Stuttgart / dpa/lsw 23.03.2018

Der ÖPNV muss aus Sicht des Verkehrsministeriums attraktiver werden – ein Gutachten soll klären, wie das erreicht werden kann. Für diese Expertise sucht das Ressort von Winfried Hermann (Grüne) nun Modellkommunen und hat dabei Stuttgart, Mannheim, Heidelberg, Tübingen, Reutlingen und Bad Säckingen im Auge. Diese Gemeinden sowie die Verkehrsverbünde und Kommunalverbände erhielten entsprechende Einladungen. In dem der dpa vorliegenden Schreiben heißt es, die Fahrpreise für den ÖPNV seien in den vergangenen 25 Jahren durch stagnierende öffentliche Mittel und eine wachsende Finanzierung durch die Nutzer stärker gestiegen als die allgemeinen Lebenshaltungskosten.

In einer bereits abgeschlossenen Grundlagenuntersuchung kristallisierte sich laut Ministerium ein Mobilitätsausweis als beste Lösung heraus. Er berechtigt zur Nutzung von ÖPNV-Angeboten. Wer mit dem Auto in die Stadt einfährt, müsste diesen Ausweis ebenfalls erwerben. Damit würden zusätzliche Einnahmen erzielt, um das Angebot auszubauen und zu günstigen Tarifen anzubieten. Die finanziellen Effekte eines solchen Ausweises – Höhe der Erlöse oder Verwaltungsaufwand –  sollen beispielhaft berechnet werden. Dabei sind drei Stoßrichtungen möglich: neben der Nahverkehrsabgabe ein für alle Einwohner verpflichtendes Bürgerticket oder eine Straßennutzungsgebühr. Die Teilnahme ist für die Städte kostenlos. Sie müssen Daten sowie einen Ansprechpartner bereit stellen.

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