Betriebsausschuss Noch zu früh für einen E-Kleintransporter?

Jens Herold erläutert den Gemeinderäten das Fahrzeugkonzept des Bauhofs.
Jens Herold erläutert den Gemeinderäten das Fahrzeugkonzept des Bauhofs. © Foto: Gabriele Böhm
Eningen / Gabriele Böhm 13.03.2018

An einem ungewöhnlichen Ort fand die Sitzung des Betriebsausschusses Eningen stand. Da es unter anderem um die Nutzfahrzeuge der Gemeinde ging, traf sich die Runde auf dem Bauhof. Jens Herold, Technischer Betriebsleiter, stellte das Fahrzeugkonzept für die Jahre 2018 bis 2022 vor. Der Bauhof gehört zu den kommunalen Eigenbetrieben und ist unter anderem für Reinigung, Räumen und Bestreuen der Straßen verantwortlich. „Dies“, so Herold, „kann nur dann erfüllt werden, wenn der Bauhof über ausreichendes und kompetentes Personal sowie einen maßgeschneiderten Fahrzeug- und Maschinenpark in gutem Zustand verfügt.“

Dringend erforderlich ist in diesem Jahr die vorgesehene Ersatzbeschaffung eines Kleinlastwagens. Er wird unter anderem für Feldwegebau, Straßen- und Spielplatzunterhaltung, Baumaßnahmen in der Kanalunterhaltung und Grünguttransporte benötigt. Das derzeitige Fahrzeug ist seit 18 Jahren im Dienst, rund 100 000 Kilometer gelaufen und weist erhebliche Gebrauchsspuren auf. Größere Reparaturen stehen an. „Fahrzeuge halten bei uns lange“, so Herold, aber der LKW sei unwirtschaftlich geworden. Einstimmig wurde der Betriebsleitung der Auftrag erteilt, eine Ausschreibung durchzuführen. Mit aufgenommen wurde der Vorschlag von Eckhard Hennenlotter (CDU), dabei auch die Wartungskosten für vier Jahre zu berücksichtigen.

Ersetzt werden soll auch ein Kleintransporter, Baujahr 2002, der unter anderem für Straßen-, Kanal- und Baumkontrollen und als Friedhofswagen eingesetzt wird. Auch hier gibt es eine Liste von kostspieligen Mängeln, auf der unter anderem eine durchlässige Zylinderkopfdichtung steht.

Für den Ausschuss stand es außer Frage, dass die beiden Fahrzeuge ersetzt werden müssen. Diskutiert wurde jedoch die Antriebsart des Kleintransporters. Cliff Werz (CDU) sprach sich für einen Benzinmotor aus: „Die Preise für Elektrofahrzeuge sind erschreckend hoch. Der E-Motor ist auch nicht die Zukunft.“ Bürgermeister Alexander Schweizer meinte, im Elektrobereich passierten zurzeit viele Veränderungen. „Wir wären mit einem E-Fahrzeug möglicherweise noch zu früh dran.“ Diese Meinung vertrat auch Gerd Sonntag (FWV). „Die Bauhof-Fahrzeuge müssen auf jeden Fall jederzeit einsatzbereit sein“, sagte er. „Für den Bauhof ist ein E-Fahrzeug vermutlich zu früh“, meinte Dr. Barbara Dürr (FWV). „Aber es ist eine politische Entscheidung, ob die Gemeinde Eningen sich in Richtung E-Fahrzeuge orientiert.“

Die Versammlung einigte sich darauf, Herold solle bei der Sitzung am 13. Juni ein Leistungsverzeichnis und eine Bewertungsmatrix vorlegen, die Gas-, Benzin- und Hybridmotoren umfasse. Auf dieser Grundlage soll dann über die Ausschreibung für einen Kleintransporter entschieden werden.

„Wir sind beim Modus für das Fahrzeugkonzept noch in der Findungsphase“, so Herold. Jeweils im November solle es einen Fixtermin geben, an dem der Bauhof den Rat informiere, was benötigt werde. Einstimmig wurde dem Fahrzeugkonzept des Bauhofs zugestimmt, das mittelfristig von 2018 bis 2021 ein Gesamtvolumen von rund 500 000 Euro vorsieht. Im kommenden Jahr steht ein neuer Unimog auf dem Programm, 2020 ein LKW.

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