Das städtische Handlungsprogramm Wohnen kommt wieder einen enormen Schritt voran: In der Großen Heerstraße im Bereich Entensee ist in der vergangenen Woche der Bagger angerückt, um den Boden für ein Gebäude zu bereiten, in dem später bis zu 100 Menschen Platz finden sollen. In die 25 Einheiten werden Menschen einziehen, die jetzt noch in anderen Unterkünften der Stadt leben. Vor allem eines soll der Wohnraum, der hier entsteht, sein: bezahlbar.

Der Baubeschluss für das Mehrfamilienhaus ist bereits im vergangenen Juni gefallen – und das einstimmig, obwohl viele Anwohner nachhaltig Bedenken gegen das Projekt geäußert hatten. Eine entsprechende Petition hatten 138 Bürger unterzeichnet. Damals allerdings war auch noch die Rede davon, dass hier vor allem Flüchtlinge, Obdachlose und sozial Schwache einziehen sollen. Das Gebäude am Entensee war, wie das Haus in der Achalmstraße, als Drei-Säulen-Modell geplant.

Inzwischen, teilt die Verwaltung mit, habe man das Konzept geändert. Wohl auch, weil die Stadt im Besitz mehrerer Gebäude ist, die in einem so schlechten Zustand sind, dass sie kaum weiter belegt werden können. Um sie frei zu bekommen, „sollen nun insbesondere Familien und Einzelpersonen, die bereits Mieter von städtischen Wohnungen sind, in den Genuss dieses Wohnraums kommen“.

Entstehen werden im „Entensee“ Ein-, Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 23 und 70 Quadratmetern. Die drei dreigeschossigen Baukörper werden U-förmig angeordnet und in Holztafelbauweise hochgezogen. Etwas mehr als 3,8 Millionen Euro investiert die Stadt in die Entensee-Bebauung, wobei das Land einen Zuschuss in Höhe von 1,17 Millionen Euro gewährt.

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Wohnungen mit einer Gesamtfläche von über 1100 Quadratmetern sind in dem Mehrfamilienhaus im Bereich Entensee vorgesehen, das in den nächsten Monaten gebaut werden soll.