Pfullingen Neuer Anlauf an der Klemmenstraße

Der Hallenbadeingang wird erst neu gestaltet, wenn die Klemmenstraße komplett saniert ist.
Der Hallenbadeingang wird erst neu gestaltet, wenn die Klemmenstraße komplett saniert ist. © Foto: Evelyn Rupprecht
Von Evelyn Rupprecht 20.11.2018

Eigentlich könnte die holprige, enge und trotzdem viel befahrene Klemmenstraße längst saniert und mit einem Gehweg ausgestattet sein. Aber: Was der Bauausschuss im Juni 2017 beschlossen hat, war bislang schlicht nicht umsetzbar. Die Konjunktur boomt, sämtliche möglichen Bieter waren damals offenbar auch ohne den Auftrag der Stadt Pfullingen bestens beschäftigt. Das Ergebnis der Ausschreibung war deshalb frustrierend: Die Bieter lagen deutlich über dem vorgesehenen Kostenrahmen. Jetzt wagt die Stadt einen weiteren Anlauf. Der erste Bauabschnitt zwischen der Einmündung Griesstraße und der Klemmenstraße 8 soll erneut ausgeschrieben werden.

Gut eine Million Euro ist für die Gesamt-Maßnahme vorgesehen, 280 000 Euro sind für den Straßenbau und den Gehweg eingeplant und insgesamt 425 000 Euro für Kanalarbeiten. Dazu kommen noch einmal 315 000 Euro, die aus dem Etat der Stadtwerke bezahlt werden, weil es sich um die Erneuerung der Gas- und Wasserleitungen handelt. Die Ausschreibung, so Stadtbaumeister Karl-Jürgen Oehrle in der jüngsten Gemeinderatssitzung, soll in Kürze folgen. Auf die Baustelle, für die eine Vollsperrung nötig sein wird, geht man dann aller Voraussicht nach von April bis Oktober. Wie die Verkehrsführung später aussehen soll – ob eine Einbahnregelung kommt, oder weiter in beide Richtungen gefahren werden kann – entscheidet sich derweil erst später. Klar ist, dass die Straße auf fünf Meter Breite ausgebaut wird, wobei sie an der schmalsten Stelle 3,5 Meter messen wird, der Gehweg mit Tiefbordstein wird an der Westseite angedockt.

Wann genau der Rest der Klemmenstraße ausgebaut wird, steht indes noch nicht fest, weil dort auch noch eine weitere Wohnbebauung möglich ist. Und solange die Straße nicht komplett saniert ist, wird sich auch am Hallenbadeingang nichts tun. Auch dort hat die Stadt eine böse Überraschung erlebt. Als das Hallenbad einst gebaut wurde, mussten einige Gebäude abgerissen werden, deren Keller wohl nicht komplett verfüllt worden sind. Jedenfalls ist es im Bereich der Stufen und der seitlichen Rampe zu Setzungen gekommen. Sie sind mittlerweile zwar komplett beseitigt, das Ganze allerdings schaut noch ziemlich nach Provisorium aus.

3,5

Meter wird die Klemmenstraße an der schmalsten Stelle messen, fünf Meter breit soll die Fahrbahn an ihrer breitesten Stelle sein. Der Gehweg wird an der Westseite angelegt.

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